Mexiko Drogenboss "El Chapo" bricht aus Gefängnis aus

Er war einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt - bis ihn die Fahnder vor einem Jahr schnappten. Doch am Morgen war die Zelle des Drogenbosses "El Chapo" leer. Mal wieder.
Drogenboss Guzmán bei seiner Verhaftung 2014: Suchaktion gestartet

Drogenboss Guzmán bei seiner Verhaftung 2014: Suchaktion gestartet

Foto: EDGARD GARRIDO/ REUTERS

Einer der Top-Drogenbosse Mexikos ist aus dem Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses in Mexiko-Stadt ausgebrochen. Joaquín Guzmán Loera alias "El Chapo" sei nach der morgendlichen Dusche nicht mehr in seiner Zelle aufgetaucht, sagten Wärter des Gefängnisses Altiplano am Rande der Hauptstadt.

Guzmán, der wegen seiner geringen Körpergröße "El Chapo" - "der Kleine" - genannt wird, war der Anführer des Sinaloa-Kartells, eines der mächtigsten Drogenkartelle in Mexiko. Er galt als einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt: Mexikos Sicherheitsbehörden und die US-Anti-Drogenbehörde DEA fahndeten nach ihm.

Vor rund 14 Jahren war Guzmán schon einmal aus dem Gefängnis ausgebrochen. Bis heute ist nicht bekannt, wie er es schaffte. Nach jahrelanger Flucht schnappten ihn die Zielfahnder schließlich vor rund einem Jahr.

Die Nationale Sicherheitskommission leitete sofort eine Suchaktion in der Umgebung ein - auch Flüge durften vorübergehend nicht mehr vom nahegelegenen Flughafen Toluca starten. Das Sinaloa-Kartell kontrolliert fast alle Grenzpunkte zur USA und ist auch mit anderen Kartellen in Europa und Australien vernetzt. Es war maßgeblich in den mexikanischen Drogenkrieg involviert.

kry/AP