Mexiko Drogenboss "El Chapo" will seine Auslieferung in die USA verhindern

Der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán will seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten verhindern. Dort drohe ihm die Todesstrafe, so die Begründung .

Einer der Anwälte von Guzmán vor dem Bundesgericht in Mexico-Stadt
AFP

Einer der Anwälte von Guzmán vor dem Bundesgericht in Mexico-Stadt


Zweimal gelang ihm bereits die Flucht aus Haftanstalten - derzeit allerdings sitzt der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán in einem Hochsicherheitsgefängnis in Ciudad Juárez an der Grenze zu den Vereinigten Staaten.

Guzmán werden in den USA Mord, Drogenhandel, organisierte Kriminalität und Geldwäsche vorgeworfen. Im Mai hatte die mexikanische Regierung seiner Auslieferung in die Vereinigten Staaten zugestimmt.

"El Chapos" Anwälte haben jetzt gegen die Auslieferung ihres Mandanten in die USA Revision eingelegt. Die Rechtsmittel richteten sich gegen die Genehmigung der Überstellung des Chefs des Sinaloa-Kartells durch einen Bundesrichter, sagte Anwalt José Refugio Rodríguez der Zeitung "Milenio". Die Auslieferung würde dem Recht von "El Chapo" auf einen ordentlichen Prozess zuwiderlaufen.

Medienberichten zufolge fürchtet "El Chapo", er könne im Falle einer Überstellung in den US-Bundesstaat Texas zum Tode verurteilt werden.

Joaquin "El Chapo" Guzman wird in Handschellen abgeführt
AP

Joaquin "El Chapo" Guzman wird in Handschellen abgeführt

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Sie kämpfen um die Macht und das Geld - mit brutalsten Mitteln: In Mexiko haben Drogenkartelle dem Staat und ihren Rivalen den Krieg erklärt. SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Syndikate welche Regionen kontrollieren, und erklärt, wer die Hintermänner sind.

ala/dpa



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