Drogenkrieg in Mexiko Spezialeinheit der Nationalgarde soll an der Riviera Maya Touristen schützen

»So etwas darf sich nicht wiederholen«: Nachdem zwei Touristinnen in Tulum bei einer Schießerei zwischen Drogenbanden getötet wurden, schickt Mexiko fast 1500 Soldaten in die Region.
Tod im Touristenort: Zwei Urlauberinnen wurden am 22. Oktober im mexikanischen Tulum erschossen

Tod im Touristenort: Zwei Urlauberinnen wurden am 22. Oktober im mexikanischen Tulum erschossen

Foto: Christian Rojas / AP

Sicherheitskräfte einer neuen Spezialeinheit sollen die Touristen in der mexikanischen Riviera Maya schützen. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf den gewaltsamen Tod von zwei ausländischen Urlauberinnen vor knapp einem Monat.

»In wenigen Tagen werden etwa 1500 Mitglieder der Nationalgarde entsendet«, kündigte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Cancún an. Die Touristinnen aus Deutschland und Indien waren im Oktober in einer Bar in Tulum in eine Schießerei zwischen rivalisierenden Banden geraten und getötet worden. Das Auswärtige Amt mahnte daraufhin Mexiko-Urlauber im Raum Tulum und Playa del Carmen an der Karibikküste zu Vorsicht.

»So etwas darf sich nicht wiederholen. Das müssen wir verhindern und deshalb ist geplant, die Sicherheit zu verstärken«, sagte López Obrador. Das neue »Bataillon für Touristensicherheit« der Nationalgarde mit 1445 Soldaten werde für die ganze Riviera Maya zuständig sein, sagte Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval.

Ähnliche Einheiten sollen später auch an anderen touristischen Orten eingesetzt werden. Die Einheit wird ihren Stützpunkt in Tulum haben und am 1. Dezember ihre Arbeit offiziell aufnehmen.

bbr/dpa