Mexiko Todesschwadron tötet 15 Menschen in Autowaschanlage

Ein Trupp Bewaffneter hat vor einer Autowaschanlage in der mexikanischen Stadt Tepic 15 Menschen erschossen. Die Opfer waren zum großen Teil Drogenabhängige, die sich in einer Therapie befanden.

Opfer vor der Waschanlage: Ein Killerkommando hat in Mexiko 15 Menschen getötet
REUTERS

Opfer vor der Waschanlage: Ein Killerkommando hat in Mexiko 15 Menschen getötet


Mexiko-Stadt - Die Männer seien in drei Wagen vorgefahren und hätten wahllos das Feuer eröffnet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. 15 Menschen starben, drei weitere wurden verletzt. Der Vorfall ereignete sich in Tepic, der Hauptstadt des Bundesstaates Nayarit nahe der Pazifikküste.

Medienberichten zufolge arbeiteten die meisten der Opfer in der Waschanlage. Sie seien Bewohner eines Behandlungszentrums für Drogenabhängige.

Es war der dritte Massenmord in Mexiko innerhalb weniger Tage. Am Sonntag hatten Bewaffnete eine Drogenklinik in Tijuana nahe der Grenze zu den USA überfallen und 13 Patienten ermordet. Tags zuvor hatte ein Killerkommando in Ciudad Juárez auf einer privaten Feier ein Massaker angerichtet. 14 Menschen starben, darunter mehrere Minderjährige.

Bei einer Rede auf einem Sicherheitskongress gedachte Staatspräsident Felipe Calderon in einer Schweigeminute der Todesopfer der vergangenen Woche.

In Mexiko tobt ein brutaler Drogenkrieg. Immer wieder werden bei Racheaktionen zwischen verfeindeten Banden Menschen regelrecht hingerichtet. Allein in diesem Jahr starben dabei mehr als 7000 Menschen.

Seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón im Dezember 2006 wurden im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 28.000 Menschen getötet. Der von ihm angeordnete Einsatz von 50.000 Soldaten zur Unterstützung der Polizei konnte dies bislang nicht verhindern.

kng/AFP/AP

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Skandalos, 30.07.2010
1.
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Durch die Legalisierung von Drogen in den USA. Dort gibts ja eine aktuelle Initiative, die sich großer Unterstützung quer durch alle Parteien erfreut. Prohibition funktioniert einfach nicht.
karmamarga 30.07.2010
2. Wie entkommen?
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Den Shabab-Milizen das Land schenken. Dann weiss jeder im Land mit wem oder was er es zu tun hat. So wie jetzt geht die Sache endlos weiter.
Ohli 30.07.2010
3. Keine Macht der Drogenmafia
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Die Abteilung der UN, die sich des Themas Drogen angenommen hat, gibt auf ihren jählich stattfindenden Konferenzen in Wien seit 2 Jahren bekannt, das der "War on Drugs", der hauptsächlich in den 80er Jahren von Ronald Reagan proklamiert wurde, verloren ist. Jahrzehnte in denen Milliarden für die Strafverfolgung ausgegeben wurden, umsonst. Der weltweite illegale Drogenanbau hat sich erhöht, die Verkaufszahlen und der Umsatz haben sich erhöht (geschätzte 500 Milliarden US-Dollar wurden im vergangenen Jahr weltweit mit illegalen Drogen umgesetzt). Weiter so wie bisher, bedeutet weitere Profite für die organisierte Kriminalität, weiter Korruption, weiter mit dem Elend und Leid. Eine drogenfreie Gesellschaft ist eine Illusion, sagte einmal der Drogenbeauftragte der Regierung Kohl, Eduard Lintner. Das Ziel muss eine staatlich regulierte Vergabe aller zur Zeit illegalen Drogen sein. Wie eine erfolgreiche Drogenpolitik aussehen kann, zeigt der "Frankfurter Weg" und deren Projekt mit der Heroinvergabe an schwerstabhängige. Regulierung statt Repression, Akzeptanz und Toleranz, statt Stigmatisierung und Strafverfolgung von Konsumenten. Es wäre auf jeden Fall eimal wünschenswert, wenn man sich sachlich und pragmatisch mit dem Thema Drogen auseinandersetzen würde, statt wie bisher polemisch und emotional. Einen schönen Tag noch, wünscht Ohli
Roller, 30.07.2010
4.
Zitat von sysopGrausige Morde, blutige Kämpfe: In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg. Tausende Soldaten haben die Grenzregion zu den USA nicht befrieden können. Politiker, Unternehmer, Polizei - viele sind in die Geschäfte der mächtigen Dealer verstrickt. Wie kann das Land der Rauschgiftmafia entkommen?
Ganz einfach: die Legalisierung aller Drogen.
obi wan 30.07.2010
5. Gegen jede Art von Titeln und Orden!!!!
Keine Ahnung wie Mexiko entkommen kann. Ich kann nur sagen: Sicher nicht durch so politisch vielleicht korrekte aber vollkommen nutzlose Konzepte wie Rauschgift legalisieren, Dialog suchen u.ä. Mal sehen wann hier die Ersten hier auftauchenk, die so etwas als alleiniges Allheilmittel ernsthaft verkaufen wollen.
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