Drogenkrieg Mindestens 19 Leichen in mexikanischer Stadt entdeckt

Allein zwischen Januar und März wurden in Mexiko 8500 Menschen getötet. Und der Drogenkrieg geht weiter: In der Stadt Uruapan hat nun offenbar ein mächtiges Kartell Leichen an einer Brücke aufgehängt - als Drohung an Gegner.

Luis Cortes / REUTERS

Die Leichen von mindestens 19 mutmaßlichen Opfern eines Krieges zweier Drogenbanden sind in der mexikanischen Stadt Uruapan entdeckt worden. Einige von ihnen hingen am frühen Donnerstagmorgen von einer Brücke in einer Hauptstraße, wie auf einem Foto in lokalen Medien zu sehen war. An mehreren Stellen entlang der Straße wurden zudem Teile zerstückelter Leichen gefunden, manche davon in Plastiktüten, wie die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Michoacán mitteilte. Drei der Toten seien Frauen, hieß es.

Zwischen den Leichen hing an der Brücke auch eine große, beschriftete Plastikplane, die angeblich vom Drogenkartell Jalisco Nueva Generación (CJNG) stammt. Darauf war eine Warnung geschrieben, die sich vermutlich an die rivalisierende Bande Viagras richtete. "So werdet ihr enden", stand dort unter anderem.

Das Kartell CJNG gehört zu den mächtigsten kriminellen Vereinigungen Mexikos. Seit Jahren tobt der Drogenkrieg in Mexiko zwischen verschiedenen Banden und dem Staat. Allein im vergangenen Jahr gab es in Mexiko fast 36.000 Tötungsdelikte. Zudem gelten rund 40.000 Menschen als verschwunden. Allein von Januar bis März 2019 wurden 8500 Menschen umgebracht, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

ptz/dpa



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