Pornosammlung weggeworfen 40-Jähriger verklagt Eltern auf 87.000 Dollar

14 Boxen voll mit Pornografie und Sexspielzeugen: Im US-Bundesstaat Michigan hat ein Mann seine Eltern verklagt, weil sie seine Sammlung weggeworfen haben sollen. Sie sei Zehntausende Dollar wert.


Ein 40 Jahre alter Mann hat laut Medienberichten Klage gegen seine Eltern bei einem Gericht im US-Bundesstaat Michigan eingereicht. Der Grund: Sie sollen seine gesammelten Pornos und Sexspielzeuge weggeworfen haben, die 29.000 Dollar wert sein sollen. Das berichten die Nachrichtenagentur AP und der Sender Fox.

Aus Gerichtsdokumenten geht demnach hervor, dass der Mann nach seiner Scheidung im Jahr 2016 zu seinen Eltern nach Michigan in die Stadt Grand Haven gezogen ist. Er habe dort zehn Monate gelebt und sei dann umgezogen.

Im November 2017 sollen seine Eltern gekommen sein, um ihm seine Sachen zu bringen. Was laut den Berichten fehlte: seine Pornosammlung. Aus einer E-Mail geht Fox zufolge hervor, dass seine Eltern zugegeben haben, zwölf Boxen mit Filmen und Magazinen sowie zwei Boxen mit Sexspielzeugen weggeworfen zu haben.

Einen "Gefallen getan"

"Dafür haben wir ziemlich lange gebraucht", heißt es demnach in einer E-Mail der Eltern. Man habe die Sammlung aus Sorge um die emotionale und mentale Gesundheit des Sohns zerstört. "Ich habe dir einen Gefallen getan", soll der Vater geschrieben haben.

Der 40-Jährige wandte sich den Berichten zufolge erst an die Polizei, doch die Staatsanwaltschaft habe eine Klage abgelehnt. Später entschied sich der Mann für eine Zivilklage.

Er gibt an, die Sammlung enthalte jahrzehntealte, wertvolle Filme. Sie seien teilweise von Studios produziert worden, die inzwischen nicht mehr existierten. Er verklagt seine Eltern laut den Berichten auf rund 87.000 Dollar Schadensersatz, also den dreifachen Wert der Sammlung.

jpz/AP

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