Geldauflage für Unfallfahrer Gericht stellt Verfahren zu Tod von Junior Malanda ein

Der Wolfsburger Fußballprofi Junior Malanda wurde bei einem Autounfall aus dem Wagen geschleudert und starb. Sein bester Freund saß hinterm Steuer - und stand nun vor Gericht.
Trauer um Malanda

Trauer um Malanda

Foto: Peter Steffen/ dpa

Im Prozess um den Unfalltod des belgischen Fußballers Junior Malanda hat das Amtsgericht Minden das Verfahren gegen den Fahrer des Wagens gegen eine Geldauflage von 4000 Euro eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihn wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Der 21-Jährige hatte am Steuer des Autos gesessen, das im Januar 2015 auf der A2 von der Fahrbahn abgekommen war. Malanda war den Ermittlungen zufolge aus dem Wagen geschleudert worden.

Der Angeklagte, der ein Freund Malandas war und in der zweiten Liga in Portugal sein Geld verdient, gab vor Gericht zu, auf regennasser Straße zu schnell gefahren zu sein. Ein Gutachten hatte das bestätigt, allerdings den Vorwurf des Rasens auf der Autobahn verneint.

Die Fußballer waren von Belgien aus auf dem Weg zum Flughafen in Braunschweig. Von dort sollte Malanda mit der Bundesligamannschaft des VfL Wolfsburg ins Trainingslager nach Südafrika fliegen, in Höhe Porta Westfalica verunglückte der Wagen.

Die Eltern Malandas hatten den Angeklagten ins Gericht begleitet. Für das Gericht war auch ausschlaggebend, dass sie sich keine Bestrafung für den besten Freund ihres Sohnes gewünscht hatten. Nach Ansicht des Gerichts ist er wegen des Todes seines Freundes bereits genug bestraft.

Malanda galt bis zu seinem Tod am 10. Januar 2015 als eines der größten Talente im europäischen Fußball. Er absolvierte 17 Bundesligaspiele für Wolfsburg.

apr/dpa