Missbrauch Kinderschänder quält Jungen stundenlang

Entführt, gefesselt und missbraucht: Ein zwölf Jahre alter Junge aus dem nordrhein-westfälischen Legden ist 19 Stunden lang in der Gewalt eines vorbestraften Sexualstraftäters gewesen. Das Kind war in einem Wohnwagen eingesperrt und wurde mehrfach vergewaltigt.


Legden - Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster heute sagte, hat ein 43-jähriger Mann aus Münster gestanden, sich in der Nacht zum Sonntag an dem Jungen vergangen und ihn in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz eingesperrt zu haben. Der Zwölfjährige hatte am Samstag eine Motorsport-Veranstaltung in Legden im Kreis Borken besucht und war am Abend mit einem gleichaltrigen Freund in den Wagen des mutmaßlichen Täters gestiegen, der den beiden eine Fahrt mit einem Lamborghini in Aussicht gestellt hatte. Zunächst sollten sie jedoch mit dem anderen Pkw zu dem italienischen Sportwagen fahren.

Unterwegs erklärte der Mann dann, dass die Fahrt mit dem Lamborghini nicht stattfinden könne. Daraufhin wurde zunächst der Freund nach Hause gebracht, anschließend sollte das spätere Opfer zu Hause abgesetzt werden - nur wenige hundert Meter weiter. Dort kam das Kind nicht an. Stattdessen fuhr der Kinderschänder aber mit dem Jungen auf einen Campingplatz in nahe gelegenen Ibbenbüren, wo er sich im Wagen und in dem Wohnwagen mehrfach an dem Zwölfjährigen verging.

Anschließend sperrte er den Jungen dort ein, der sich aber schließlich selbst befreien konnte. Eine Passantin nahm sich des misshandelten Kindes an. Der Junge wurde medizinisch betreut und anschließend zu seiner Familie gebracht.

Im Laufe der Ermittlungen wurde der 43-Jährige als Tatverdächtiger ermittelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stellte sich der einschlägig vorbestrafte Mann selbst der Polizei. In einer Vernehmung bestritt er die Tatvorwürfe zunächst und gestand lediglich, die beiden Kinder nach Hause gefahren zu haben. Erst nachdem er mit der belastenden Aussage des Jungen konfrontiert worden war, räumte er die Vorwürfe ein. Der Mann kam wegen sexuellen Missbrauchs, gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Vergewaltigung in Untersuchungshaft.

ffr/AP/ddp/dpa



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