Missbrauchsfall in Lügde 49-Jähriger nach Webcam-Übertragungen zu Bewährungsstrafe verurteilt 

Mindestens viermal sah Heiko V. per Webcam zu, während die beiden Hauptangeklagten im Lügder Missbrauchsfall Kinder missbrauchten. Nun ist er schuldig gesprochen worden.

Angeklagter Heiko V.: Zwei Jahre Haft, zur Bewährung ausgesetzt
Bernd Thissen/ DPA

Angeklagter Heiko V.: Zwei Jahre Haft, zur Bewährung ausgesetzt


Zwei Jahre Haft, zur Bewährung ausgesetzt. Zu dieser Strafe hat das Landgericht Detmold den Angeklagten Heiko V. im Missbrauchsfall von Lügde verurteilt. Das Gericht sprach ihn wegen Anstiftung und Beihilfe zum sexuellen und schweren Missbrauch von Kindern schuldig. Es entsprach damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Außerdem muss sich V. einer Therapie unterziehen.

Der Mann aus Stade soll von 2010 bis 2011 in mindestens vier Fällen den Missbrauch von Kindern auf dem Campingplatz in Lügde via Webcam verfolgt haben. Das Gericht wertete das Geständnis des bislang nicht vorbestraften Heiko V. zugunsten des 49-Jährigen.

Das Gericht hatte das Verfahren am zweiten Tag vom Hauptprozess gegen die Angeklagten Andreas V. und Mario S. abgetrennt. Heiko V.s Taten sind laut Anklage nicht vergleichbar mit den Vorwürfen gegen die beiden Dauercamper aus Lügde und Steinheim. (Lesen Sie hier, warum den Opfern in Missbrauchsfällen häufig nicht geglaubt wird.)

fek/dpa

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