Missbrauchsfall Lügde Staatsanwaltschaft fordert lange Haftstrafen

Es geht um Kindesmissbrauch in etlichen Fällen: Im Lügder Missbrauchsfall hat die Anklage ihr Plädoyer gehalten.

Der Angeklagte Andreas V. im Landgericht Detmold: Die Staatsanwaltschaft fordert für ihn 14 Jahre Gefängnis
Guido Kirchner/DPA

Der Angeklagte Andreas V. im Landgericht Detmold: Die Staatsanwaltschaft fordert für ihn 14 Jahre Gefängnis


Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde hat die Staatsanwaltschaft für die beiden Angeklagten lange Haftstrafen mit anschließender Sicherungsverwahrung gefordert.

Bei dem Hauptangeklagten Andreas V. plädierte die Anklage auf eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren; Mario S. soll demnach zwölf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Die Plädoyers wurden vor dem Landgericht Detmold aus Opferschutzgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen.

Die Staatsanwältinnen Helena Werpup und Jacqueline Kleine-Flaßbeck sagten vor Journalisten, man habe bei den Forderungen die Geständnisse der beiden Angeklagten strafmildernd berücksichtigt. Außerdem seien die Männer nicht vorbestraft.

Andreas V. aus Lügde und Mario S. aus Steinheim sollen über viele Jahre hinweg auf dem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Niedersachsen Minderjährige schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Es geht um Hunderte Taten.

jpz/dpa



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