Acht Jahre nach Mord in Mönchengladbach Polizei nimmt zwei mutmaßliche Hells Angels fest

Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, die der Rockerszene angehören sollen. Ihnen wird vorgeworfen, die Leiche eines mutmaßlich ermordeten Mannes und die Tatwaffe beseitigt zu haben.
Hells Angels in Mönchengladbach (Symbolbild)

Hells Angels in Mönchengladbach (Symbolbild)

Foto: Maja Hitij / picture alliance / dpa

Knapp acht Jahre nach einem Mord in Mönchengladbach hat die Polizei zwei mutmaßliche Mitglieder der Rockerbande Hells Angels festgenommen. Die beiden Männer sollen daran beteiligt gewesen sein, die Tatwaffe und die Leiche des Anfang 2014 ermordeten Kai M. zu beseitigen. Das teilte die Mordkommission Duisburg mit. Es seien Haftbefehle wegen Strafvereitlung bezüglich eines gemeinschaftlichen Mordes beantragt worden.

Der tatverdächtige Mörder soll sich ins Ausland abgesetzt haben

Einem bereits im Gefängnis sitzenden dritten Mann sei wegen derselben Vorwürfe in der Justizvollzugsanstalt Willich ein Haftbefehl eröffnet worden. Den Ermittlungen zufolge soll die Leiche von Kai M. im Januar 2014 nach seiner Ermordung in einem Autoanhänger von Mönchengladbach nach Duisburg und dann weiter ins Ruhrgebiet gebracht worden sein. Später seien Teile des zerstückelten Leichnams in Duisburg am Ufer des Rheins, im Rheinpreußenhafen sowie im Rhein-Herne-Kanal gefunden worden.

Als Tatverdächtiger für den Mord gilt laut Polizei Ramin Y., der sich aber ins Ausland abgesetzt habe. Nach ihm werde mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet. Ein fünfter Tatverdächtiger, der an der Zerstückelung des Ermordeten beteiligt gewesen sein soll, sei bereits am 2. September im Zuge einer größeren Razzia festgenommen worden.

has/dpa