Rocker-Razzia in NRW Polizei geht mit Spezialkräften gegen Hells Angels vor

Mit einer Hundertschaft und einem gepanzerten Fahrzeug haben Ermittler zahlreiche Objekte im Rockermilieu in NRW durchsucht. Bei dem Einsatz in sieben Städten geht es um den Mord an Rocker Kai M.
Polizisten vor einem der durchsuchten Gebäude in Mönchengladbach: Mit gepanzertem Fahrzeug zum Vereinsheim

Polizisten vor einem der durchsuchten Gebäude in Mönchengladbach: Mit gepanzertem Fahrzeug zum Vereinsheim

Foto: dpa

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ist in den Morgenstunden mit massiven Kräften im Rockermilieu aufgeschlagen. In insgesamt sieben Städten hätten die Beamten Objekte im Kontext mit dem Mord an dem Hells Angel Kai M. im Jahr 2014 durchsucht, bestätigte ein Sprecher der Duisburger Polizei einen Bericht der »Bild «-Zeitung.

Von M. hatten die Ermittler einen abgetrennten Arm im Rhein gefunden. Erst einige Wochen später wurden weitere Überreste der Leiche entdeckt – und der Getötete identifiziert. Dem Mord vorausgegangen war laut dem Sprecher eine Schießerei in Oberhausen 2013, die ihm zufolge im Zusammenhang mit dem Mord steht, und weshalb die Polizei und Staatsanwaltschaften auch wegen versuchten Mordes in zwei Fällen ermitteln.

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Im Zuge der Razzia gegen die »abgeschotteten Strukturen der organisierten Rockerkriminalität« wurde in Mönchengladbach unter anderem auch ein Vereinsheim der Hells Angels durchsucht, wie eine Sprecherin der dortigen Polizei sagte. Zum Einsatz sei dabei auch ein gepanzertes Fahrzeug sowie ein Spezialeinsatzkommando gekommen.

Durchsuchungen, die federführend von den Staatsanwaltschaften in Duisburg und Mönchengladbach verantwortet wurden, gab es dem Sprecher der Duisburger Polizei zufolge in Duisburg, Mönchengladbach, Leverkusen und Mülheim an der Ruhr sowie in Wuppertal, Oberhausen und Essen. Die Anzahl der durchsuchten Gebäude insgesamt ist derzeit nicht bekannt, allein in Mönchengladbach wurden laut der Sprecherin drei Objekte durchsucht.

Ob bei dem Einsatz jemand festgenommen wurde oder Beweismittel sichergestellt wurden, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Die Polizei kündigte an, nach Abschluss der Razzien weitere Details bekannt zu geben. Zur Anzahl der eingesetzten Beamten äußerte sich die Polizei nicht.

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