Übergriff in Fußball-Fanzug auf 19-Jährige Angeklagter bestreitet Vergewaltigung

Ein Mann soll sich in der Toilette eines Fußball-Fanzugs an einer jungen Frau vergangen haben. Vor Gericht hat der 31-Jährige den Vorwurf der Vergewaltigung zurückgewiesen.

Polizisten am Sonderzug in Mönchengladbach (Archiv)
DPA

Polizisten am Sonderzug in Mönchengladbach (Archiv)


Rund ein Jahr nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 19-Jährigen in einem Fußball-Fanzug hat in Mönchengladbach der Prozess begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, sich an der Frau in der Zugtoilette vergangen zu haben. Vor Gericht erklärte der Verteidiger des Mannes, der Sexualkontakt sei einvernehmlich gewesen.

Laut Anklage lernten sich die beiden auf der Rückfahrt vom Bundesligaspiel FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach im April 2018 kennen. Sie hätten Alkohol getrunken und sich geküsst. In der Zugtoilette sei es dann zu der Vergewaltigung gekommen. Die junge Frau ist Nebenklägerin in dem Verfahren.

Das Amtsgericht Mönchengladbach hatte den Verdächtigen bereits am 13. April 2016 wegen Vergewaltigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen sowie Körperverletzung in zwei Fällen zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Diese Haftstrafe sitzt der Mann derzeit ab.

Wegen Verzögerungen beim Amtsgericht Mönchengladbach hatte er am Tag der Zugfahrt seine Freiheitsstrafe noch nicht angetreten. Das Landgericht Mönchengladbach hatte im vergangenen April Versäumnisse eingeräumt. Man habe "falsche Prioritäten" gesetzt, hieß es.

jpz/dpa

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