Mord an bulgarischer Journalistin Täter zu 30 Jahren Haft verurteilt

Die junge TV-Moderatorin Wiktorija Marinowa wurde im vergangenen Jahr vergewaltigt und ermordet. Nun ist ein junger Bulgare schuldig gesprochen worden - 30 Jahre Haft.

Ein Porträt von Wiktorija Marinowa während einer Mahnwache im Oktober 2018
DPA

Ein Porträt von Wiktorija Marinowa während einer Mahnwache im Oktober 2018


Für den Mord an der TV-Moderatorin Wiktorija Marinowa ist ein junger Bulgare jetzt zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der nordbulgarischen Stadt Russe verhängte die Haftstrafe nach einem Schnellverfahren, wie die Nachrichtenagentur BTA berichtete.

Der Täter habe die Vergewaltigung und den brutalen Mord an der 30-Jährigen eingestanden. Deshalb sei die bei ähnlichen Delikten übliche lebenslange Freiheitsstrafe auf 30 Jahre Haft reduziert worden.

Dabei handele es sich um eine Tat aus sexuellen Motiven, die nicht mit der beruflichen Tätigkeit des Opfers verbunden sei, sagten die zuständigen Staatsanwälte. Vor der Vergewaltigung und dem Mord habe der Täter Alkohol zu sich genommen.

Marinowa, Moderatorin und Verwaltungsdirektorin des lokalen Fernsehsenders TVN, war am 7. Oktober vergangenen Jahres in einem Park am Donauufer in Russe vergewaltigt und ermordet aufgefunden worden. Sie war dort joggen gegangen. Der damals 20 Jahre alte Täter floh zu seiner Familie in Deutschland, wo er nach vier Tagen im niedersächsischen Stade gefasst wurde.

skr/dpa

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