Mord an "Hells Angels"-Mitglied Zwei "Bandidos" verhaftet

Tödlicher Bandenkrieg: Einen Monat nach dem Mord an einem "Hells Angels"-Mitglied in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei zwei Mitglieder der "Bandidos" festgenommen - erbitterte Gegner der "Hells Angels".


Ibbenbüren/Münster - Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wurden der 47-Jährige in Bremen und der 35-Jährige in Westerkappeln (Kreis Steinfurt) festgenommen. Auf die Spur des 47-Jährigen war die Polizei nach Auswertung von Bildern in der Nähe des Tatortes gekommen. Dort war ein dunkler Van mit auffälligem Rammschutz und Seitenschwellern fotografiert worden, der von dem Tatverdächtigen häufiger benutzt wird. Gegen den in Bremen lebenden Mann wurde Haftbefehl erlassen. Zu den Vorwürfen habe er sich bislang nicht geäußert, hieß es.

"Hells Angels" gegen "Bandidos": Tödlicher Bandenkrieg
AP

"Hells Angels" gegen "Bandidos": Tödlicher Bandenkrieg

Auch der 35-Jährige soll den Angaben zufolge an der Tat beteiligt gewesen sein. Er wurde ebenfalls heute verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wollte prüfen, ob sie Haftbefehl gegen ihn beantragt.

Bei der Tat am 23. Mai war ein 47-jähriger Harley-Davidson-Händler in seinem Büro von unbekannten Angreifern zusammengeschlagen worden. Danach wurden die tödlichen Schüsse auf den am Boden liegenden Mann abgegeben.

Am Abend vor der Tat hatte die Staatsanwaltschaft bei Ermittlungen gegen mutmaßliche "Bandidos"-Mitglieder mehrere Wohnungen in Münster, Hannover sowie in den Kreisen Warendorf und Steinfurt durchsuchen lassen. Bei ihren Ermittlungen prüft die Mordkommission, ob es einen Zusammenhang zwischen den Durchsuchungen und dem Tötungsdelikt in Ibbenbüren gibt.

jjc/ddp



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