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17. Mai 2015, 16:57 Uhr

Schwangere 24-Jährige

Zwei Männer gestehen Mord an Rebecca W.

Im Mordfall der schwangeren Rebecca W. stehen die Täter offenbar fest: Zwei Männer bekannten sich zu dem Verbrechen. Bei einem von ihnen soll es sich um den Vater des ungeborenen Kindes handeln.

Der Mord an einer hochschwangeren 24-Jährigen aus Aschaffenburg ist offenbar aufgeklärt: Zwei am Samstag festgenommene 31 Jahre und 25 Jahre alte Männer gestanden die Tat "weitgehend", teilten die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Unterfranken mit. Bei dem Älteren der beiden soll es sich um den Exfreund der Frau und Vater des ungeborenen Kindes handeln.

Die im neunten Monat schwangere Rebecca W. galt seit Mittwochabend als vermisst. Eine aufwendige Suchaktion nach der Frau, die Medienberichten zufolge nicht zur Abholung ihres dreijährigen Sohnes vom Kindergarten erschienen war, blieb erfolglos. Nach dem Hinweis eines Zeugen konnten die zwei Männer ermittelt werden.

Die beiden Männer wurden der Ermittlungsrichterin vorgeführt und anschließend in Untersuchungshaft genommen. Die Männer nannten der Polizei schließlich das Versteck der Leiche; laut Polizei befand sich dies in einem Industriegebiet im Landkreis Aschaffenburg. Der "Bild am Sonntag" zufolge hatten die Männer die Leiche in einer Garage versteckt.

Eine Obduktion wurde angeordnet

Wie die "Bild"-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtete, handelt es sich bei dem 31-Jährigen um den Ex-Freund der Frau und Vater des ungeborenen Kindes. Eine Polizeisprecherin wollte dies nicht bestätigen.

Laut Polizei fügte der Mann sich nach seiner Festnahme in der Nacht zum Sonntag selbst oberflächliche Verletzungen zu. Diese seien ärztlich versorgt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord und Abbruch einer Schwangerschaft in einem besonders schweren Fall vor. Dem 25-Jährigen wirft die Anklage Beihilfe zu diesen Taten vor.

Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Leiche der Getöteten an. Dies solle Aufschluss über die genaue Todesursache und den Todeszeitpunkt bringen.

Auf dem Volksfestplatz in Aschaffenburg nahmen am Samstagabend Hunderte Menschen bei einer Trauerfeier Abschied von der Frau. Die Familie des Opfers hatte Medienvertreter gebeten, keine Fotos von der Veranstaltung zu machen.

sto/AFP

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