Mord an Schwiegermutter 52-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein 52-jähriger Mann vergewaltigte seine pflegebedürftige Schwiegermutter und erwürgte sie dann - nun hat ein Gericht ihn nun zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Vor mehr als 30 Jahren kam der Mann schon einmal wegen Mordes hinter Gitter.


Paderborn - Weil er seine 86 Jahre alte Schwiegermutter vergewaltigte und ermordete, hat das Landgericht Paderborn einen Mann zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Richter folgten damit am Freitag dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der 52-Jährige hatte die Tötung gestanden, die Vergewaltigung aber bis zuletzt abgestritten. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert und kündigte Revision an.

In der Nacht zum 5. März ging der 52-Jährige nach Feststellung des Landgerichts in die Wohnung seiner Schwiegermutter und vergewaltigte die leicht pflegebedürftige Frau. Um das Verbrechen zu vertuschen, habe er sie danach erwürgt. Für das Gericht sei die Vergewaltigung erwiesen, sagte der Vorsitzende Richter: Es seien massive Verletzungen im Intimbereich der Frau gefunden worden. Zudem habe die Tötung ohne den vorhergehenden Missbrauch keinen Sinn.

Der 52-Jährige hatte nach der Tat selbst die Polizei verständigt und gestanden, seine Schwiegermutter erwürgt zu haben. Er habe ihr beim Aufstehen helfen wollen, sie habe sich aber heftig gewehrt. Die Situation mit der um sich schlagenden Frau habe ihn überfordert - und er habe einen Blackout gehabt.

Das psychiatrische Gutachten billigte dem 52-Jährigen zwar eine gewisse Persönlichkeitsstörung zu, möglicherweise auch eine gestörte Sexualität. Insgesamt sei er aber voll schuldfähig.

Bereits 1978 hatte der Familienvater eine Frau misshandelt. Im Jahr 1983 tötete er im Vollrausch eine Joggerin - damals musste er fünf Jahre ins Gefängnis.

aar/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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Koltschak 21.10.2011
1. Ach so....Harmlos!
"Im Jahr 1983 tötete er im Vollrausch eine Joggerin - damals musste er fünf Jahre ins Gefängnis." Na das ist doch ein gerechtes Urteil. Fünf Jahre für eine "Tötung" im Vollrausch. 3 Jahre abgesessen, wegen guter Führung entlassen, nehme ich mal an. Die Justiz hat in 30 Jahren nichts dazu gelernt. Nur in dieem Fall hatte der Mann Pech. Hätte er sich wieder volllaufen lassen hätte er abermals nur 5 Jahre bekommen.
gunnare 21.10.2011
2. mit Mitte 60 wieder auf freiem Fuß
Wurde die "besondere Schwere der Schuld" festgestellt. Wenn nein, dann ist der ja mit Mitte 60 wieder frei. In diesem Alter hat man normalerweise noch genug Kraft, um Gewalt auszuüben. Irgendeine Frau wird dafür mit ihrem Leben bezahlen.
diefalschefaehrte 22.10.2011
3. ich will keinen Titel
Zitat von sysopEin 52-jähriger Mann vergewaltigte seine pflegebedürftige Schwiegermutter und erwürgte sie dann - nun hat ein Gericht ihn nun zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Vor mehr als 30 Jahren kam er schon einmal wegen Mordes hinter Gittern. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,793311,00.html
Nun kann die Justiz beweisen, ob sie in den letzten Jahren gelernt hat. Ich persönlich habe da aber nicht viel Hoffnung. Die Justiz hat sich schon vieler Verbrechen durch zu milde Urteile mitschuldig gemacht.
Altesocke 22.10.2011
4. Alohol
Zitat von Koltschak"Im Jahr 1983 tötete er im Vollrausch eine Joggerin - damals musste er fünf Jahre ins Gefängnis." Na das ist doch ein gerechtes Urteil. Fünf Jahre für eine "Tötung" im Vollrausch. 3 Jahre abgesessen, wegen guter Führung entlassen, nehme ich mal an. Die Justiz hat in 30 Jahren nichts dazu gelernt. Nur in dieem Fall hatte der Mann Pech. Hätte er sich wieder volllaufen lassen hätte er abermals nur 5 Jahre bekommen.
Alohol in grossen Mengen ist schon immer ein Milderungsgrund gewesen. Kann daran liegen, das sich unsere aloholabhaengige 'Elite' nicht selbst ins Bein schiessen moechte!
moonoi 22.10.2011
5. mann!
fasst es nicht! dazu faellt einem nichts mehr ein. - dann doch lieber euro-krise.
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