Tödliche Schüsse auf Staatsanwalt Mordprozess droht zu platzen

Vor einem Jahr erschoss ein Mann in einem Dachauer Gericht einen Staatsanwalt, den Richter verfehlte er nur knapp. In wenigen Tagen soll der Prozess gegen den 54-Jährigen beginnen, doch ob es so kommt, ist ungewiss: Der Gesundheitszustand des Angeklagten ist kritisch.


München - Der Prozess um die tödlichen Schüsse auf einen Staatsanwalt im Dachauer Amtsgericht droht zu platzen. Der Gesundheitszustand des Angeklagten sei kritisch, teilte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts München mit. Der Prozess soll eigentlich am Dienstag beginnen. Die zuständige Kammer berate derzeit das weitere Vorgehen, sagte die Sprecherin.

Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet, dass sich der übergewichtige und an Diabetes leidende 55-jährige Angeklagte heruntergehungert habe, um eine Verhandlungsunfähigkeit zu erreichen. Diese Darstellung wollte das Gericht nicht bestätigen.

Der Mann hatte im Januar während einer Gerichtsverhandlung eine Pistole gezogen und geschossen. Dabei wurde ein 31 Jahre alter Staatsanwalt getötet. Der Angeklagte hatte wegen nicht gezahlter Sozialversicherungsbeiträge vor Gericht gestanden.

bim/dpa/dapd



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