Vier Opfer in New Mexico Polizei vermutet Zusammenhang bei Morden an Muslimen

Es ist der vierte Mord an Muslimen in der Stadt Albuquerque: Ein Mann wurde erschossen, wohl nachdem er die Beerdigung von zwei weiteren Opfern besucht hatte. Die Polizei geht von einer Mordserie aus.
Ahmad Assed, Präsident des Islamic Center of New Mexico, bei einer Pressekonferenz

Ahmad Assed, Präsident des Islamic Center of New Mexico, bei einer Pressekonferenz

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Chancey Bush / AP

Nach dem vierten Mord an einer muslimischen Person in Albuquerque, der mit rund 560.000 Einwohnern größten Stadt im US-Bundesstaat New Mexico, sucht die Polizei nach Verbindungen. Der Mord »könnte mit drei ähnlichen Mordfällen in Albuquerque zusammenhängen«, heißt es in einer Mitteilung  der lokalen Polizei, die bei ihren Ermittlungen von der Bundespolizei (FBI) unterstützt wird.

Am Freitag war eine Person tot aufgefunden worden, bei der es sich laut übereinstimmenden Medienberichten um Naeem Hussain handelt. Die Polizei hat die Identität noch nicht abschließend bestätigt, sie beschrieb das Opfer als muslimischen Mann Mitte 20 mit südasiatischer Abstammung. Man habe das Opfer nachts gefunden, nachdem jemand eine Schießerei gemeldet habe.

Kehrte das Opfer gerade erst von der Beerdigung zurück?

Zwei frühere Opfer, Muhammed Afzaal Hussain, 27, und Aftab Hussein, 41 (nicht verwandt), waren erst Ende Juli und Anfang August innerhalb einer Woche im Südosten der Stadt getötet worden. Laut der Polizei stammen beide aus Pakistan. Am Freitag fand im Islamic Center of New Mexico eine Zeremonie für beide statt. Naeem Hussain, berichtet die Washington Post,  sei bei der Beisetzung anwesend gewesen. Wenige Stunden später wurde er ermordet.

Der erste Fall, den die Polizei nun mit den neueren Morden in Verbindung bringt, stammt aus dem November 2021. Bei dem Opfer handelte es sich um Mohammad Ahmadi, einen muslimischen Mann aus Afghanistan. Alle drei Morde wurden Polizeiangaben zufolge ähnlich ausgeführt: Ohne Vorwarnung seien die Opfer aus dem Hinterhalt erschossen worden.

»Es gibt eine große Gemeinsamkeit in den Opfern, ihrer ›Race‹ und ihrer Religion«, so Kyle Hartsock, stellvertretender Befehlshaber in der Kriminalabteilung der Polizei Albuquerque, in einer Mitteilung . Man nehme die Fälle »sehr ernst« und bitte die Öffentlichkeit um Unterstützung bei der Identifizierung des Täters.

New Mexicos Gouverneurin Michelle Lujan Grisham verurteilte die »gezielten Tötungen muslimischer Bewohner von Albuquerque« als »zutiefst empörend und nicht tolerierbar«. Eine muslimische Bürgerrechtsorganisation setzte eine Belohnung für Hinweise zum Täter aus.

jlk/AFP
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