Mordermittlungen in Kempen Tote Studentin einbetoniert - noch kein Leichenfund

Vor zwei Jahrzehnten verschwand die Studentin Dagmar Knops. Nun ging ein anonymer Brief bei der Polizei ein, wonach die damals 22-Jährige "ermordet, verscharrt und einbetoniert" worden sei. Doch die Bergung der Leiche gestaltet sich als schwierig.


Kempen - Die Leiche der 1988 verschwundenen Studentin Dagmar Knops wird in der Villa Horten in Kempen bei Krefeld vermutet. Doch bislang fehlt auch von den sterblichen Überresten der jungen Frau jede Spur.

Bei einer Probebohrung in dieser Woche seien keine sterblichen Überreste ans Tageslicht befördert worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Bohrkern müsse aber noch im Landeskriminalamt genau untersucht werden. Die Leiche soll unter zwei Betondecken liegen, zwischen denen sich eine 70 Zentimeter dicke Schuttschicht befindet.

Für die Bergung der Leiche müssen nun noch Fragen der Statik des Hauses geklärt werden. Nachdem mit Hilfe eines Geo-Radars im Fundament der Villa eine auffällige Stelle entdeckt worden war, schlugen genau dort auch unabhängig voneinander zwei Leichenspürhunde an. Die Mordermittlungen waren wegen eines anonymen Briefs wieder aufgenommen worden, der im vergangenen Februar bei der Polizei einging.

Die 22-jährige Studentin war Ende März 1988 nach einem Kneipenbesuch in Kempen (Kreis Viersen) spurlos verschwunden. In dem vierzeiligen Brief steht, dass die Studentin getötet und ihre Leiche in der Nähe der Villa Horten versteckt worden sei. Die Villa stand damals leer, die alten Gemäuer wurden gerade renoviert.

pad/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.