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11. Juni 2019, 19:05 Uhr

Teenager soll Mitschüler erwürgt haben

Anklage fordert Unterbringung in Psychiatrie

Im Prozess gegen einen 15-Jährigen, der einen Mitschüler erwürgt haben soll, geht die Staatsanwaltschaft von Mord aus. Sie fordert eine Unterbringung des Angeklagten in der Psychiatrie.

Im Oktober 2018 soll ein damals 14-Jähriger im nordrhein-westfälischen Wenden einen zwei Jahre älteren Mitschüler mit bloßen Händen erwürgt haben. Im laufenden Prozess vor dem Landgericht Siegen forderte die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussplädoyer eine Haftstrafe von acht Jahren sowie die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Der Gesetzgeber sieht dies vor, wenn Täter nicht oder nicht voll schuldfähig sind. Der Prozess findet aus Gründen des Jugendschutzes unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Während sich die Nebenkläger der Forderung der Anklage anschlossen, plädierte die Verteidigung des angeklagten Teenagers auf gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge und hält eine Haftstrafe von sechs Jahren für angemessen.

Die Tat soll sich laut Anklage während der Unterrichtszeit in einem Waldstück nahe der Schule ereignet haben. Der Jüngere sei in den Älteren verliebt gewesen, aber von diesem zurückgewiesen worden. Daraufhin sei es zu einem Streit gekommen, der dann eskalierte.

Zu Prozessbeginn im April hatte der heute 15-Jährige gestanden. Das Urteil soll voraussichtlich am kommenden Donnerstag fallen.

ala/dpa

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