Ermittlungen in München 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfpässe verkauft haben

Die Polizei in München ermittelt gegen einen Mann wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung. Beamte stellten in seiner Wohnung mehrere Hundert Blankoimpfpässe sicher.
Polizeieinsatz (Archivbild)

Polizeieinsatz (Archivbild)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ DPA

Ein 39-Jähriger soll Hunderte gefälschte Impfpässe und Impfnachweise über das Internet verkauft haben. Entsprechende Beweise seien in der Wohnung des Mannes in München gefunden worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Beamten stellten demnach mehrere Hundert Blankoimpfpässe sicher. Zudem seien bereits für den Versand vorbereitete, beschriftete Briefkuverts mit Impfpässen sowie Datenträger beschlagnahmt worden.

Laut den Ermittlungen soll die 40 Jahre alte Lebensgefährtin des Mannes an den Taten beteiligt gewesen sein. Die beiden blieben auf freiem Fuß. Die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung seien noch nicht abgeschlossen, hieß es. Wie viel das Paar mit den gefälschten Dokumenten verdiente, habe noch nicht festgestellt werden können. Der Verkauf sei aber wohl über einen Messengerdienst erfolgt.

Ob die Besteller der falschen Impfausweise nun ebenfalls mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen, ist noch unklar. Ein Polizeisprecher sagte, dies sei letztlich Sache der örtlichen Staatsanwaltschaften nach Abschluss der Ermittlungen. Zunächst müssten sehr viele Adressen ausgewertet werden.

wit/dpa
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