Vermisste Frauen aus München Blutspur erhärtet Mordverdacht gegen 44-Jährigen

Seine Frau und deren Tochter soll ein Mann in Oberbayern getötet haben. Eine Leiche haben Ermittler bislang nicht gefunden - aber andere Beweisstücke, die den Verdächtigen belasten.

Polizeieinsatz Ende Juli in einem Forst bei München: Verdächtige Blutspuren
Peter Kneffel/DPA

Polizeieinsatz Ende Juli in einem Forst bei München: Verdächtige Blutspuren


Einen Monat nach dem Verschwinden einer Frau und ihrer Tochter aus München erhärtet sich laut Ermittlern der Tatverdacht gegen den Ehemann und Stiefvater. Eine Schmutzfangmatte und ein Teppich aus der Wohnung der Familie mit Blutspuren der beiden Opfer seien in einem Münchner Wald gefunden worden, teilte die Polizei mit.

Von der 41 Jahre alten Mutter und ihrer 16 Jahre alten Tochter fehlt seit dem 13. Juli jede Spur. Der 44-jährige neue Ehemann der Frau sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Beamten gehen davon aus, dass der Mann zuerst seine Frau tötete und dann die Tochter umbrachte, um die Tat zu verschleiern.

Bereits Ende Juli hatten Beamte auf der Suche nach den Leichen der beiden Frauen einen Wald bei München durchsucht. Etwa 150 Einsatzkräfte und ein Hubschrauber waren unterwegs, Polizeitaucher suchten einen Baggersee ab.


Anmerkung: In einer früheren Version hieß es laut der Nachrichtenagentur dpa, die Ermittler gingen davon aus, dass der Mann seine Frau erschlug. Tatsächlich ist der Ablauf des vermuteten Tötungsdeliktes unklar. Wir haben die Stelle im Text korrigiert.

mxw/dpa



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