Münchner Studentenparty Schwere Randale im Olympiapark

Erst gingen die Getränke aus, dann griffen einzelne Gäste zur Eisenstange: Auf einer Studentenparty im olympischen Dorf in München kam es zu Randalen und Brandstiftung. Die Polizei rückte mit 150 Beamten zur "Abriss-Party" an.


München - Einst wohnten in der Bungalow-Siedlung die Athleten der XX. Olympischen Sommerspiele in München. Das war 1972. Seitdem hat sich das Olympia-Dorf im Norden der bayerischen Metropole zu einer kleinen Studentenstadt gewandelt. Lange Zeit wohnten hier Hunderte. Ihre Partys sorgten für Aufsehen.

Brennender Bungalow im Olympia-Dorf: "Unser Studentenwohnheim wird abgerissen"
DDP

Brennender Bungalow im Olympia-Dorf: "Unser Studentenwohnheim wird abgerissen"

In der Nacht zu diesem Sonntag war das nicht anders. Allerdings aus anderem Grund: Es gab schwere Ausschreitungen. Nachdem die Getränke auf einem von rund 1500 jungen Leuten besuchten Fest ausgegangen waren, bewaffneten sich einige Randalierer mit Eisenstangen. Das teilte die Polizei mit.

Die Randalierer zerschlugen Fensterscheiben, traten Türen ein und steckten schließlich einen unbewohnten, zum Abriss vorgesehenen Bungalow in Brand. Das Feuer griff auf einen zweiten Bungalow über und zerstörte diesen ebenfalls.

Das Dorf ist wegen Sanierungsmaßnahmen in weiten Teilen unbewohnt. Die Party am Samstag wurde von den Veranstaltern zudem als "Abriss-Party" angekündigt. Motto: "Unser Studentenwohnheim wird abgerissen." Einige Gäste scheinen sich im Vorfeld mit entsprechenden Instrumenten ausgerüstet zu haben.

Die Polizei rückte mit rund 150 Einsatzkräften an und versuchte, der Feuerwehr den Weg frei zu machen. Die Beamten waren mit Schlagstöcken und Schutzschildern ausgerüstet. Zu größeren Zusammenstößen zwischen den meist unbeteiligten Partygästen und den Sicherheitskräften kam es nicht. Es gab auch keine Schwerverletzten. Die Polizei nahm zehn Randalierer vorläufig fest.

sef/ddp



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