Zwangsräumung in Münster Zwei Hausbewohnerinnen durch Explosion schwer verletzt

Fünf verletzte Menschen, zwei tote Pferde: In Münster ist ein Haus vor einer Zwangsräumung explodiert. Nun ermittelt die Polizei gegen die beiden Bewohnerinnen.

In Münster reißt ein Bagger nach einem Brand ein Fachwerkhaus ab
DPA/Bernd Thissen

In Münster reißt ein Bagger nach einem Brand ein Fachwerkhaus ab


Bei einer Explosion vor einer geplanten Zwangsräumung sind in Münster die beiden Bewohnerinnen des betroffenen Hauses schwer und drei Polizisten leicht verletzt worden. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei prüft eine Mordkommission, ob die Frauen die Explosion absichtlich ausgelöst haben und auf diese Weise Suizid begehen wollten. Gegen die 67 und 38 Jahre alten Frauen wird nun wegen Mordversuchs und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt.

Den Angaben zufolge gab es Hinweise, dass die Bewohnerinnen die Explosion vorsätzlich herbeiführten, als die Beamten zur Zwangsräumung erschienen. "Möglicherweise wollten sie sich dadurch selbst das Leben nehmen", sagte der Leiter der Mordkommission.

Die drei verletzten Polizisten sollten einer Gerichtsvollzieherin Vollzugshilfe bei der Zwangsräumung leisten. Durch die Explosion und den anschließenden Brand wurden die beiden Pferde der Bewohnerinnen getötet.

Die Frauen, die in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, sollen seit längerem Streit mit ihrem Vermieter gehabt haben. Laut Amtsgericht ging es um ausstehende Mietzahlungen. Der Gläubiger setzte die Zwangsräumung durch.

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bam/AFP/dpa

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