Mutmaßliche Entführung Sieben Deutsche im Jemen verschwunden

Von einem Ausflug in den Nordwesten des Jemen ist eine Gruppe von Deutschen und Briten nicht zurückgekehrt. Die Behörden sprechen von "mysteriösen Umständen" des Verschwindens - und befürchten eine Geiselnahme.


Sanaa - Am Freitagabend sollten sie eigentlich von einem Ausflug zurückkehren: Doch sieben Deutsche und zwei Briten könnten Opfer von Entführern geworden sein, befürchten Behörden in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Denn die Gruppe ist im Nordwesten des Landes verschwunden.

Jemen auf der arabischen Halbinsel: Mutmaßliche Entführung von sieben Deutschen
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Jemen auf der arabischen Halbinsel: Mutmaßliche Entführung von sieben Deutschen

Sie bestand aus einem Deutschen, der in einem Krankenhaus 240 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt arbeitet, seiner Ehefrau und fünf Angehörigen. Zudem waren zwei britische Freunde dabei. Die neun Menschen seien "unter mysteriösen Umständen" verschwunden, hieß es.

Erst am Freitag hatten bewaffnete Stammesangehörige ausländische Mitarbeiter eines Krankenhauses freigelassen, die sie am Vortag verschleppt hatten. Die 14 Ärzte und Pfleger aus Indien, Ägypten, dem Sudan und den Philippinen waren zusammen mit acht Familienangehörigen entführt worden.

Im Jemen werden immer wieder Ausländer verschleppt. Einige Stämme versuchen, durch Geiselnahmen inhaftierte Angehörige freizupressen. Im Dezember 2008 waren drei Deutsche im Jemen entführt worden. Drei Jahre zuvor war der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog, Opfer einer Geiselnahme geworden.

kgp/dpa



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