Druck von Bekanntem Mutter gesteht Missbrauch ihres Sohnes auf Verlangen

Eine Frau hat ihren Sohn sexuell missbraucht und Bilder der Übergriffe an eine Internetbekanntschaft geschickt. Der Mann erzählte der 41-Jährigen, nur mit den Fotos könne er einer Erpressung entgehen.

Angeklagte mit Anwalt: Missbrauch gestanden
DPA

Angeklagte mit Anwalt: Missbrauch gestanden


Halle - Eine 41 Jahre alte Mutter hat vor dem Landgericht Halle gestanden, ihren damals 13 Jahre alten Sohn auf Verlangen eines Bekannten aus dem Internet sexuell missbraucht zu haben. Der Mann habe ihr im Chat erzählt, er werde erpresst und könne der Sache nur entgehen, wenn sie Bilder von sexuellen Handlungen an ihrem Sohn mache und ihm per Handy schicke.

Die Frau hatte die Forderungen des Mannes erfüllt. Danach war sie selbst zur Polizei gegangen. Die Tat geschah vor zwei Jahren.

Gegen die Mutter verhängte das Gericht nun eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Der Mann wurde zwischenzeitlich in Zwickau wegen ähnlicher Delikte zu drei Jahren Haft verurteilt, wie das Gericht mitteilte.

Die Frau war in dem Fall bereits 2012 wegen schweren sexuellen Missbrauchs und der Herstellung kinderpornografischer Schriften zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte sie Revision eingelegt.

ulz/dpa



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