Nach Amoklauf Koreanische Studenten fürchten Vergeltung

Die Öffentlichkeit in Südkorea hat entsetzt auf den Amoklauf eines 23-jährigen Koreaners in den USA reagiert. Präsident Roh Moo Hyun kam mit Beratern zu einer Krisensitzung zusammen. Die rund 500 koreanischen Studenten in Blacksburg fürchten Vergeltungsaktionen.


Seoul - Ganz Südkorea sei zutiefst schockiert, sagte Präsident Roh Moo Hyun. Diplomaten des Landes begaben sich an den Tatort in der Kleinstadt Blacksburg in Virginia.

Die Familie des 23-jährigen Amokläufers Cho Seung Hui kam 1992 in die USA. Der Vater Cho Seong Tae wollte mit einem Neuanfang in Amerika einen Schlussstrich unter schwierige Lebensbedingungen in Südkorea ziehen, wie die Zeitung "Choson Ilbo" berichtet. Die Familie lebte demnach zuletzt in ärmlichen Verhältnissen in einer Vorstadt von Seoul.

Die Gemeinschaft der koreanischen Studenten an der Technischen Hochschule von Virginia fürchtet Vergeltungsakte, wie die Studentin Kim Min Kyung sagte. Es gebe etwa 500 Koreaner an der Universität. Nach dem Amoklauf hätten sie sich in Gruppen getroffen, um über die Ereignisse zu sprechen.

jto/AP



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