Nach Räumungsklage Mieter erschießt Hausbesitzer

In Baden-Württemberg soll ein 68-Jähriger kurz vor der Zwangsräumung seiner Wohnung seinen Vermieter erschossen haben. Anschließend verschanzte sich der Schütze in dem Haus. Ein Anwalt konnte ihn zur Aufgabe überreden.

Mitarbeiter der Spurensicherung vor dem Wohnhaus in Rastatt
dapd

Mitarbeiter der Spurensicherung vor dem Wohnhaus in Rastatt


Rastatt - Nachbarn hatten am Montag Hilferufe aus einem Mehrfamilienhaus in Rastatt gehört und die Polizei alarmiert. Beamte fanden kurz darauf die Leiche eines 36-jährigen Mannes. Als dringend tatverdächtig gilt laut Polizei und Staatsanwaltschaft Baden-Baden ein von der Zwangsräumung betroffener Mieter, der Vorbesitzer des Hauses war.

Ersten Erkenntnissen zufolge wollten der Hausbesitzer und eine Gerichtsvollzieherin am Montagmorgen bei dem Mieter eine Räumungsklage vollstrecken. Als dieser nicht öffnete, zog sich die Gerichtsvollzieherin zurück. Der Eigentümer jedoch blieb und traf auf den Mieter - mit fatalen Folgen. Der 69-Jährige soll geschossen und den Hausbesitzer tödlich verletzt haben.

Anschließend verschanzte sich der Schütze in dem Haus, das er zuletzt allein bewohnt hatte. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab und forderte Spezialkräfte an. Erst nach telefonischen Verhandlungen mit einem Anwalt gab er auf und wurde festgenommen. Nähere Angaben zu Motiv und Tathergang wollten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht vor Dienstagmorgen bekanntgeben.

ala/dpa/dapd



© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.