Nahkampf-Übung Offizier soll Soldaten bewusstlos gewürgt haben

Lebensbedrohlicher Vorfall in einer Erfurter Bundeswehreinheit: Ein Offizier soll bei einer Übung einen 24-jährigen Soldaten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Erfurt - Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird dem Oberstleutnant einer Erfurter Bundeswehreinheit vorgeworfen, einen Soldaten bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Die Ermittlungen seien an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden, sagte ein Bundeswehrsprecher in Erfurt am Montag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

Der Vorfall ereignete sich im April bei einer Offiziersweiterbildung auf dem Übungsplatz Oberlausitz (Sachsen). Dort soll der 44-jährige Oberstleutnant an einem Leutnant eine Grifftechnik zur "Ruhigstellung" vorgeführt haben. Der Wehrbeauftragte erhielt daraufhin eine anonyme Anzeige. Dem Oberstleutnant sei die Führung der Einheit entzogen worden.

jjc/dpa