Neues Geständnis Todesschütze von Wesselburen tötete wahllos

Der mutmaßliche Doppelmörder aus Wesselburen hat sich sein Opfer auf der Autobahn rein zufällig ausgesucht. Das hat Stefan B. Polizeiangaben zufolge bei einer erneuten Vernehmung zugegeben. Zuerst hatte der Schütze noch behauptet, von dem Opfer bedrängt und beleidigt worden zu sein.


Itzehoe - Der 21-jährige B. habe seine Aussage geändert, sagte Polizeisprecher Rainer Holm. B. habe nun erklärt, er sei von einem anderen Fahrer überholt worden, habe diesen aber nicht mehr einholen können. Daraufhin sei er langsamer gefahren, erklärte Holm, "dann kam irgendwann das Opfer", ein 41-jähriger Erntehelfer. Der mutmaßliche Täter habe sich von ihm überholen lassen und dann den Mann wiederum überholt, ausgebremst und erschossen.

Der mutmaßliche Todesschütze (l.): Autofahrer wahllos getötet
DPA

Der mutmaßliche Todesschütze (l.): Autofahrer wahllos getötet

Ein Kunststoffteilchen auf der Straße hatte die Polizisten auf die Spur von Stefan B. gebracht, die Tatwaffe fanden sie in dessen Zimmer in seinem Elternhaus. Nach Angaben von Holm prüft die Polizei nun die neuen Angaben von B. auf ihre Richtigkeit.

In der Vernehmung hatte B. auch den Mord an der 15-jährigen Sandra aus seinem Heimatort Wesselburen zugegeben. Ihre Leiche war im September 2004 rund einen Monat nach ihrem Verschwinden gefunden worden. Allerdings gestand B. - anders als bisher bekannt - die Tat nicht von sich aus. "Er wurde bei der Vernehmung von Kriminalbeamten darauf angesprochen, die damals an dem Fall mitgearbeitet hatten", sagte Holm.

sön/AP



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