Unfall in Thüringen Chlor-Wasser-Gemisch in Hallenbad ausgetreten – Feuerwehr im Großeinsatz

Die Mischmaschine soll defekt gewesen sein: Mitarbeiter eines thüringischen Hallenbads mussten nach einem Unfall ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt.
Feuerwehreinsatz (Symbolbild)

Feuerwehreinsatz (Symbolbild)

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Die Feuerwehr ist zu einem Großeinsatz im thüringischen Neuhaus am Rennweg ausgerückt, weil dort in einem Hallenbad ein Chlor–Wasser-Gemisch ausgetreten ist. Das Gemisch war offenbar durch einen Defekt der Mischmaschine des Schwimmbads ausgetreten. Das Bad gehört zu einer Mutter-Kind-Kurklinik.

Die Polizei hatte am Mittwoch von einer »Chlorgas-Explosion« berichtet, durch die zwei 61 und 63 Jahre alte Mitarbeiter des Schwimmbads leicht verletzt worden seien. Am Donnerstag revidierte die Polizei dies jedoch. Ursprünglich sei man von einer Explosion ausgegangen, der Verdacht habe sich aber nicht bestätigt. Die beiden Männer seien vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht worden, seien aber nicht verletzt.

Die Klinik erklärte, es sei kein gefährliches Chlorgas entstanden. Durch die defekte Maschine sei lediglich zu viel Druck entstanden, sodass ein Deckel aufgeklappt und das Chlor-Wasser–Gemisch entwichen sei. Die zwei Mitarbeiter hätten keine Beschwerden. Das Schwimmbad ist wieder geöffnet.

Großaufgebot der Feuerwehr

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen. »Es ist nichts Dramatisches passiert«, hatte ein Sprecher der Feuerwehr kurz nach Einsatzbeginn laut insuedthüringen.de  gesagt. Bei einem Gefahrguteinsatz sei es üblich, dass viele Einsatzkräfte ausrückten. Demnach waren mehr als hundert Rettungskräfte im Einsatz.

Die Feuerwehr habe die betroffenen Räume gelüftet und das Gelände abgesperrt, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Von einer Gefahr für die Mutter-Kind-Kurklinik sei nicht auszugehen.

Die Polizei sowie das Amt für Arbeitsschutz hätten die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen, hieß es weiter.

ptz/AFP
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