Hessen und Schleswig-Holstein Dutzende geköpfte Tauben gefunden – Polizei ermittelt

Sie hatten keine Köpfe und keine Ringe mehr an den Füßen: In Neumünster und Florstadt sind Dutzende Taubenkadaver entdeckt worden. Ob die beiden Fälle zusammenhängen, ist noch unklar.
Tauben picken Getreidekörner auf (Archiv)

Tauben picken Getreidekörner auf (Archiv)

Foto: Peter Kneffel/ picture alliance / dpa

Innerhalb weniger Tage sind sowohl in Neumünster in Schleswig-Holstein als auch im hessischen Florstadt zahlreiche geköpfte Tauben gefunden worden.

Die Polizei in Hessen ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen Unbekannt, wie es in einer Mitteilung  heißt. Am Dienstag sei ein Mann in Florstadt dabei beobachtet worden, wie er mit seinem Auto an einem Maisfeld angehalten und einen Eimer entleert habe, in dem sich die Tiere befunden haben sollen. Anschließend fuhr der bislang unbekannte Mann weg.

Die Polizei bat Zeugen, sich zu melden. Wo die Tauben herkamen, ist unklar. Sie trugen keine Kennzeichnungen.

Tauben wurden Beinringe entfernt

Erst in der vergangenen Woche hatte eine Spaziergängerin in Schleswig-Holstein auf einem Feldweg bei Neumünster etwa 40 bis 50 geköpfte Tauben entdeckt. Den Vögeln war laut Polizei  auch die Beringung an den Beinen entfernt worden.

Demnach ist davon auszugehen, dass die toten Vögel keine Wildtauben waren. Woher die Tiere kamen und wieso sie starben, ist unklar. Die Polizei bat Zeugen um Hinweise. Ob die beiden Fälle in Verbindung stehen, ist nicht bekannt.

Ein ähnlicher Fall hatte 2010 in Baden-Württemberg Aufsehen erregt. Damals hatte ein Züchter 18 seiner Tauben die Köpfe abgerissen, weil sie zu alt für die Zucht waren. Der Mann hatte damals gesagt, er habe die Tiere ausgesondert und am Feldweg entsorgt, um Füchsen im Winter etwas Nahrung zu bieten.

ptz/AFP/dpa
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