Grausiger Fund in Neuseeland Kinderleichen in Koffern – Südkorea liefert Mordverdächtige aus

Südkorea hat eine 42-Jährige an Neuseeland ausgeliefert. Der Frau wird vorgeworfen, zwei Kinder getötet und deren Leichen in Koffern versteckt zu haben. Sie soll die Mutter der Opfer sein.
Ermittler in Auckland (August 2022)

Ermittler in Auckland (August 2022)

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Dean Purcell / AP

Rund drei Monate nach dem schockierenden Fund zweier Kinderleichen in versteigerten Koffern in Neuseeland ist die mutmaßliche Mutter der Toten von Südkorea ausgeliefert worden. Wie die neuseeländische Polizei mitteilte, seien drei Polizisten nach Südkorea gereist, um die Frau zu begleiten.

Am Dienstag traf sie demnach auf dem Flughafen Auckland ein und wurde zur Polizeistation Manukau gebracht. Die 42-Jährige soll den Angaben zufolge am Mittwoch »vor dem Bezirksgericht Manukau wegen zweier Mordanklagen erscheinen«.

Festnahme im September

Das Justizministerium in Seoul teilte mit, dass auch wichtige Beweise in dem Fall an neuseeländische Beamte übergeben worden seien. »Wir hoffen, dass die Wahrheit in diesem Fall, der weltweit Aufmerksamkeit erregt hat, durch ein faires und strenges Gerichtsverfahren in Neuseeland ans Licht kommt«, sagte ein Justizmitarbeiter in Seoul.

Die Verdächtige war nach einem Hinweis aus der Bevölkerung Mitte September in einer Wohnung in der südöstlichen Küstenstadt Ulsan gefasst worden. Vorangegangen waren Überwachungsmaßnahmen. Der Frau wird von den Ermittlern in Neuseeland vorgeworfen, ihre damals sieben und zehn Jahre alten Kinder um das Jahr 2018 herum in der Region Auckland getötet zu haben.

Anschließend war die Frau Polizeiangaben zufolge nach Südkorea ausgereist, wo sie sich demnach seither versteckt gehalten hatte. Laut der Nachrichtenagentur Yonhap handelt es sich um eine gebürtige Südkoreanerin mit neuseeländischem Pass.

Die Leichenteile der Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren wurden im August dieses Jahres in Koffern entdeckt, die bei einer Räumungsversteigerung im neuseeländischen Auckland veräußert wurden. Kurze Zeit später gelang es Polizeiangaben zufolge, die Opfer zu identifizieren und so auf die Fährte der Frau zu kommen. Davor waren die Koffer nach Polizeiangaben drei bis vier Jahre in einem Lagerhaus aufbewahrt worden.

wit/AFP/dpa

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