Frühstart mit Folgen Fahrschüler kommt mit Auto zur Fahrschule

Vor der Prüfung schon mit dem eigenen Auto zur Fahrschule kommen? Keine gute Idee: Ein Fahrschüler in Neuwied muss jetzt länger als geplant auf seinen Führerschein warten.

Ein Fahrschulwagen - den hätte der 18-Jährige in Begleitung eines Fahrlehrers fahren dürfen
DPA

Ein Fahrschulwagen - den hätte der 18-Jährige in Begleitung eines Fahrlehrers fahren dürfen


Klarer Fehlstart für einen Führerscheinkandidaten: Ein 18-jähriger Fahrschüler hat sich in Neuwied in Rheinland-Pfalz einen Tag zu früh hinters Steuer gesetzt. Um die Gebühren für die Prüfung am nächsten Tag zu bezahlen, war er eigens zur Fahrschule gekommen - mit dem Auto seines Vaters, der ihn auf dem Beifahrersitz begleitete.

Wie die Polizei in Neuwied am Sonntag mitteilte, fuhr der 18-Jährige danach mit dem Wagen wieder weg. Ein Fahrlehrer beobachtete die Szene und alarmierte die Polizei. Die Beamten trafen die beiden zu Hause an und stellten sie zur Rede. Da der Vater als Fahrzeughalter mit im Wagen saß, müssen beide nun mit einer Strafanzeige rechnen.

Außerdem wird die Fahrprüfung "auf zunächst unbestimmte Zeit" verschoben, wie die Polizei mitteilte. Den Führerschein-Frühstarter erwartet erst einmal eine Strafanzeige.

SPIEGEL ONLINE

him/dpa



insgesamt 95 Beiträge
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schneidp 13.10.2019
1. Seltsame Fahrschule
Ich frage mich nur, ob die Fahrschule sich mit Gewalt ruinieren will. Sowas spricht sich doch rum, wenn ein Fahrlehrer seine eigenen Schüler ans Messer liefert. Wer macht dann bei dem noch seinen Führerschein? Gut die Aktion von dem Fahrschüler und Vater ist illegal, aber kurz vor der Prüfung sehe ich das eher als Dummheit, als dass da jemand gefährdet wurde.
Alm Öhi 13.10.2019
2. Typisch Polizei
Klar liegt ein Rechtsbruch vor, aber es war eher ein begleitetes Fahren. Die Polizei hat einen Handlungsspielraum. Es ist natürlich viel einfacher solch eine Straftat zu ahnden als die Wahnsinniger auf der Autobahn die reihenweise den Standstreifen zum Überholen benutzen zu bestrafen. Unsere Beamten sind bequem und fokussieren sich auf Fälle die einfach zu lösen sind.
gowilligo 13.10.2019
3.
Bei Jugendlichen mag man sowas ja noch jugendlichem Leichtsinn erklären. Aber nachdem der Vater scheinbar auch nicht mit übermäßiger Intelligenz gesegnet ist bietet sich eigentlich doch eine andere Erklärung an.
Humanfaktor 13.10.2019
4. Mindest-IQ
Wenn es nicht so traurig wäre... Ein gewisses Mindestmaß an Intelligenz müsste im Grunde nicht nur für die Erteilung der Fahrerlaubnis vorausgesetzt werden. Einen 'Idiotentest', ähnlich einem Schulabgangszeugnis, für die eine oder andere Teilhabe an verantwortungsvollen Ausübungen obligatorisch voraus zu setzen, scheint mir angesichts der vielen Fälle von kopfschüttelnauslösendem Verhalten, ziemlich sinnvoll zu sein. Wer die kognitiven Fähigkeiten einer Wanderheuschrecke hat, darf dennoch wählen und viele andere Dinge tun, von denen man wissen kann, dass das im Grunde nicht gut enden kann. Gut, dass im vorliegenden Fall der Vater neben dem Jungen saß. Der scheint ja immerhin genug Verstand zu besitzen, um die Notwendigkeit des begleiteten Blödsinns zu erkennen, und hat den Jungen nicht alleine ohne Führerschein zur Fahrschule fahren lassen ... ;-)
alt-nassauer 13.10.2019
5. Das so etwas....
Das so etwas bis hier her gelangt - SPON... Vor über 30 Jahren hatte ich bzw. die Fahrschule in der ich meinen Lappen machte, auch schon so einen Kandidaten. Der machte nur die Pflichtstunden und ist sogar mit dem PKW zu diesen Stunden gekommen. Theoretischer Unterricht eben nur kurz Anwesend. Diese Person wurde natürlich von dem Besitzer und den Fahrlehrern immer wieder ermahnt. Auch der Hinweis das er sich damit keinen gefallen tut. Es ist aber alles gut gegangen. Er wurde vorher nicht erwischt und bekam nach der Prüfung den Führerschein und ist auch gleich mit dem Auto weg gefahren, mit dem er zur Prüfung gekommen ist.
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