Handynutzung am Steuer US-Gericht spricht Frau wegen Totschlags schuldig

Im US-Bundesstaat New Jersey schrieb eine Frau während der Fahrt eine SMS - und verursachte einen tödlichen Unfall. Nach einem Schuldspruch vor Gericht drohen ihr nun bis zu zehn Jahre Haft.
Vom Handy abgelenkt: Frau wegen Totschlags schuldig gesprochen (Symbolbild)

Vom Handy abgelenkt: Frau wegen Totschlags schuldig gesprochen (Symbolbild)

Foto: Spencer Platt/ Getty Images

Sie fuhr ungebremst auf ein Auto auf, da sie von ihrem Handy abgelenkt war: Im US-Bundesstaat New Jersey hat ein Gericht eine Frau wegen Totschlags mit einem Fahrzeug für schuldig erklärt.

Die 50-Jährige schrieb der Staatsanwaltschaft zufolge  während der Fahrt im September eine SMS - und fuhr auf ein an einem Fußgängerüberweg wartendes Auto auf. Das Fahrzeug sei durch die Kollision so stark nach vorne geschoben worden, dass es eine Passantin erfasst habe.

Das 39-jährige Opfer sei nach dem Unfall in ein Krankenhaus gebracht worden, wo es wenige Tage später starb.

Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft ergab den Angaben zufolge, dass die 50-Jährige ihr Handy während der Fahrt benutzt und das wartende Auto nicht gesehen habe. Die Bremsen ihres Fahrzeugs habe sie während des Unfalls nicht betätigt.

Die Fahrerin müsse mit einer Freiheitsstrafe von fünf bis zehn Jahren rechnen. Laut "New York Times"  ist es das erste Mal, dass ein Gesetz aus dem Jahr 2012, das Schreiben von Textnachrichten während der Fahrt mit alkoholisiertem Fahren gleichstellt, in New Jersey zum Schuldspruch einer Jury führte.

Der Staatsanwalt bezeichnete den Fall als Tragödie. "Textnachrichten während der Fahrt bringen Fahrer und Fußgänger in große Gefahr", sagte er. Er hoffe, dass das Urteil der Jury das Bewusstsein der Öffentlichkeit stärke. Selbst wenn man nur für wenige Sekunden die Augen von der Straße abwende, sei es das Risiko der schweren Körperverletzung oder des Todes nicht wert, sagte der Staatsanwalt.

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