Polizeigewalt New Yorks Bürgermeister entschuldigt sich bei Ex-Tennisstar

James Blake war mal einer der besten Tennisspieler der Welt. Als er jüngst in New York sein Hotel verließ, fielen fünf Polizisten über ihn her. Ein schmerzhaftes Missverständnis.

Ex-Tennisstar Blake: Von Polizisten drangsaliert
REUTERS

Ex-Tennisstar Blake: Von Polizisten drangsaliert


Als James Blake am Mittwoch sein Hotel in New York City verließ, stürmten plötzlich fünf Polizisten auf ihn zu. Sie drückten ihn zu Boden und legten ihm Handschellen an. Der ehemalige Tennisstar (Platz vier der Weltrangliste 2006) war auf dem Weg zu den US Open. Erst nach einer Viertelstunde, so erzählte es Blake, ließen die Angreifer von ihm ab.

Ein schmerzhaftes Missverständnis, wie jetzt hoch offiziell der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio einräumte. "Das hätte nicht passieren dürfen, und er hätte nicht so behandelt werden dürfen", sagte de Blasio dem TV-Sender NY1.

Polizeichef William Bratton erklärte, er habe persönlich mit dem früheren Tennisprofi gesprochen und sich entschuldigt. Die Polizei habe einen Verdächtigen gesucht, der Blake ähnlich sah. Bratton kündigte im TV-Sender CNN eine Untersuchung des Vorfalls an.

Blake kritisierte, die Polizisten hätten sich nicht ausgewiesen. Er habe ein paar blaue Flecken, sonst gehe es ihm gut. Die meisten Cops machten einen großartigen Job. Wenn einzelne falsch handelten, müssten sie dafür geradestehen. Von einem rassistischen Hintergrund wollte er nicht sprechen.

In den USA erregten jüngst mehrfach Fälle von Polizeigewalt weltweit Aufmerksamkeit, weil weiße Cops und schwarze Verdächtige beteiligt waren.

sms/dpa

insgesamt 18 Beiträge
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Bueckstueck 11.09.2015
1. Die Ähnlichkeit?
Vermutlich weil beide schwarz sind, das reicht ja schon, auch wenn Blake nichts in der Richtung sagte. Überhaupt ehrt ihn seine Reaktion. Er hätte durchaus Grund mehr Wind zu machen, wenn sich fünf Mann auf ihn werfen und sich nicht mal ausweisen nachdem sie ihn gefesselt am Boden haben.
vor2000 11.09.2015
2.
Die amerikanische Polizei ist gewalttätig, und das nicht nur gegen Schwarze und Prominente. Weil sie Angst hat? Hier rächt sich ggf. der hohe Bewaffnungsstand der amerikanisfhe Bevölkerung. Der ausschließliche Fokus der öffentlichen Reaktion auf die Rassismusfrage ist zu einseitig und kontraproduktiv.
steinbock8 11.09.2015
3. VIPs
nur gut das es auch einmal VIPs trifft vielleicht gibt es dann irgendwann einmal eine homöopathische Änderung in diesem system
c.PAF 11.09.2015
4.
"Das hätte nicht passieren dürfen, und *er* hätte nicht so behandelt werden dürfen", sagte de Blasio dem TV-Sender NY1. (Hervorhebung durch mich) Zufall, Übersetzungsfehler? Wobei ich de Blasio zutraue, daß er es genau so gemeint hat.
Join_Me 11.09.2015
5.
Wenn es in Deutschland mehr Waffen in Privatbesitz als Bürger geben würde, dann wären die deutschen Polizisten auch noch gewalttätiger.
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