Campingplatz in Niederkrüchten Mann wegen Verdachts des Kindesmissbrauchs festgenommen

Auf einem Campingplatz in Niederkrüchten soll eine 13-Jährige mindestens ein Jahr lang von einem 72-Jährigen sexuell missbraucht worden sein. Als die Ermittler seine Parzelle durchsuchten, fanden sie ein weiteres Mädchen.


Erneut hat es offenbar einen Missbrauchsfall auf einem Campingplatz gegeben: In Nordrhein-Westfalen ist ein Mann wegen des Verdachts des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs festgenommen worden. Eine Familie habe bei der Polizei Viersen Strafanzeige gegen einen 72-Jährigen aus Duisburg gestellt, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach mit.

Die 13-jährige Tochter der Familie habe angegeben, seit mindestens einem Jahr von dem Mann sexuell missbraucht worden zu sein. Die Familie und der Mann kennen sich demnach von einem Campingplatz in Niederkrüchten nahe der holländischen Grenze.

Bei der Durchsuchung der Parzelle des Mannes sei am Montag zudem ein achtjähriges Mädchen angetroffen worden. Dieses soll sich laut den Ermittlern für mehrere Tage als Feriengast beim dem Mann aufgehalten haben. Das Kind sei zunächst in die Obhut des Jugendamtes gegeben und am Montagabend von den Eltern abgeholt worden.

Auf dem Campingplatz und in der Wohnung des Verdächtigen wurden Computer, Mobiltelefone, Kameras sowie Speichermedien beschlagnahmt.

Der 72-Jährige äußerte sich der Polizei zufolge nicht zu den Vorwürfen. Zunächst hieß es, er solle einem Haftrichter vorgeführt werden. Später teilten die Ermittler jedoch mit, nach derzeitigem Ermittlungsstand lägen die gesetzlichen Voraussetzungen für den Erlass eines Haftbefehls nicht vor. Insbesondere seien keine Haftgründe ersichtlich. Ein Haftbefehl wurde daher nicht beantragt, der Mann kam auf freien Fuß.

Im Januar wurde ein Fall aus dem lippischen Lügde bekannt: Dort wird ebenfalls wegen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz ermittelt. Ein 56-jähriger Dauercamper soll mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. (Lesen Sie hier mehr über den Fall.)

cop/dpa

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