Niederlande Deutsche muss nach Mord an ihrem Mann 20 Jahre ins Gefängnis 

Sie holte ihren Mann von einem Festival ab, wenig später war er tot. Nun hat ein niederländisches Gericht die Gattin des Opfers zu einer langen Haftstrafe verurteilt.


Eine Frau aus Nordrhein-Westfalen ist wegen der Ermordung ihres Mannes von einem niederländischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Sie habe ihren Mann ermordet, urteilten die Richter in Leeuwarden. Sie entsprachen damit der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Die 35-Jährige hatte in dem Prozess ihre Unschuld beteuert. Sie wohnte mit ihrem niederländischen Mann in der Provinz Friesland im Norden des Landes. In der Nacht vom 8. auf den 9. Juli 2017 war der 37-Jährige auf einem Feld erschlagen worden. Das Gericht ist davon überzeugt, dass seine Witwe ihn vorsätzlich ermordet hatte.

Sie hatte ihn vor der Tat von einem Musikfestival abgeholt und war dem Gericht zufolge mit ihm auf eine Weide gegangen, wo die beiden Sex hatten. Kurz darauf sei dem Mann der Schädel eingeschlagen worden. Die Angeklagte hatte ausgesagt, dass sie ihren Mann nicht beim Treffpunkt gefunden habe.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Witwe mindestens einen Komplizen hatte und verdächtigte die Mutter und den Onkel der Angeklagten. Das aber konnte nicht bewiesen werden.

Das Ehepaar hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Beziehungsprobleme, "Hass auf ihren Mann" sei das Hauptmotiv der Frau gewesen. Der Mann hatte eine Lebensversicherung in der Höhe von 600.000 Euro abgeschlossen.

fek/dpa



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