Drogen im Wert von acht Millionen Euro AfD-Mann soll 98 Kilo Kokain geschmuggelt haben

Ein AfD-Kommunalpolitiker aus Niedersachsen steht im Verdacht, in millionenschwere Drogengeschäfte verstrickt zu sein. Die Parteispitze im Bundesland zeigt sich überrascht.
Kokain (Symbolbild)

Kokain (Symbolbild)

Foto: Christian Charisius/ DPA

Die Staatsanwaltschaft Bremerhaven ermittelt gegen den niedersächsischen AfD-Kommunalpolitiker Marcus Hoffmann, weil er in großem Stil Drogen geschmuggelt haben soll. Das geht aus einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Bremerhaven hervor, der dem SPIEGEL vorliegt.

Die Ermittler werfen dem 45-Jährigen vor, an der illegalen Einfuhr von 98 Kilo Kokain über den Containerhafen Bremerhaven beteiligt gewesen zu sein. Der Stoff hat einen Straßenverkaufswert von etwa acht Millionen Euro. In dem Verfahren gibt es drei weitere Beschuldigte.

Facharbeiter im Hafen

Bei Hoffmann geht es um zwei Vorfälle im August und im Oktober 2019. Er war zu der Zeit als Facharbeiter beim Gesamthafenbetriebsverein beschäftigt. Die Staatsanwaltschaft bestätigt das Verfahren, nennt aber keine Namen. Hoffmann wollte sich nicht äußern. Er war Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Cuxhaven.

Die niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Dana Guth erklärte, Hoffmann habe den Posten vor vier Wochen "aus persönlichen Gründen" aufgegeben. Sie sei von den Ermittlungen "überrascht" und betonte, für ihn gelte die Unschuldsvermutung.

Anfang November hatte die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass es in dem Verfahren mehrere Durchsuchungen gab. Betroffen waren demnach Wohnungen in Bremen, Bremerhaven und in der Gemeinde Wurster Nordseeküste.

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