Niedersachsen "Reichsbürger" verletzt zwei Polizeibeamte

In NRW rückte das SEK zu einem Einsatz gegen "Reichsbürger" an, in Niedersachsen verletzte ein "Reichsbürger" zwei Polizisten.


In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hatte die Polizei in den vergangenen Tagen Ärger mit sogenannten Reichsbürgern. Bei einer Personenüberprüfung hatte ein "Reichsbürger" im niedersächsischen Aerzen bereits am Mittwoch zwei Polizisten verletzt. Der 57-Jährige weigerte sich bei einer Verkehrskontrolle, seinen Ausweis vorzulegen.

Zusammen mit dem Mann fuhren die Beamten dann zu seiner Wohnung. Auch dort verweigerte er laut Polizei jede Zusammenarbeit. Als der 57-Jährige eine drohende Haltung eingenommen und schließlich versucht habe wegzulaufen, sei es zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen.

Die Beamten, die bei dem Gerangel leicht verletzt wurden, drückten den Mann schließlich zu Boden und legten ihm Handfesseln an. Die alarmierte Verstärkung erkannte den Mann. Er ist nicht mehr im Besitz von Ausweispapieren, da er diese unaufgefordert an die Ämter zurückgeschickt hatte. Gegen ihn wird nun ein Verfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte eingeleitet.

Kurz- und Langwaffen und ein Wurfstern

Unterdessen entdeckte die Polizei bei einem SEK-Einsatz gegen "Reichsbürger" im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach mehrere Waffen. Wie die Beamten mitteilten, meldeten Zeugen am Vorabend, dass ein 51-Jähriger mit einer langen Waffe auf der Straße gesichtet worden sei. "Aufgrund der Gefahrenlage" wurde demnach ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzugezogen.

Der Mann und eine 53-jährige Frau seien kurzzeitig festgenommen worden. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden demnach Kurz- und Langwaffen gefunden, die aber "nicht erlaubnispflichtig" waren. Weiterhin wurde ein verbotener Wurfstern entdeckt. Inzwischen wurden beide wieder entlassen.

Die in etliche Kleinstgruppen zersplitterte "Reichsbürger"-Bewegung erkennt die Bundesrepublik nicht an. Sie geht davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Einige vertreten rechtsextremistische Positionen. Im Oktober erschoss ein Anhänger in Bayern einen Polizisten, seitdem rückt die Gruppierung verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden.

cnn/AFP/dpa



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