Nigeria Piraten entführen zwölf Seeleute von Schweizer Schiff

Vor der nigerianischen Küste haben Piraten ein Schiff geentert und zwölf Menschen entführt. Behörden versuchen nun, die Freilassung der Seeleute zu erreichen.

Hafen in Lagos, Nigeria
AFP

Hafen in Lagos, Nigeria


Vor der Küste Nigerias ist ein Schiff unter Schweizer Flagge angegriffen worden. Das Schweizer Außenministerium teilte mit, es sei über den Angriff auf das Schiff "Glarus" vor der nigerianischen Küste informiert worden.

Laut der Reederei Massoel Shipping war der Frachter mit Getreide an Bord zwischen der südwestlichen Handelsstadt Lagos und dem Ölverladezentrum Port Harcourt unterwegs. Piraten hätten das Schiff geentert und zwölf der 19 Besatzungsmitglieder verschleppt. Unter den Entführten sind laut Ministerium keine Schweizer Staatsangehörigen.

Die Reederei arbeite mit Behörden und Experten zusammen, um die schnelle und sichere Freilassung zu erreichen, hieß es weiter.

Gut bewaffnet und brutal

Geiselnahmen zur Erpressung von Lösegeld sind in Teilen Nigerias weit verbreitet. Nachdem die Piraterie vor Somalia erfolgreich bekämpft werden konnte, verlagert sich das Problem nun unter anderem in die Gewässer vor Nigeria.

Piraten vor den Küsten Nigerias, Togos und Benins gelten als gut bewaffnet und brutal. Schiffsentführungen dauern teilweise mehrere Tage, in denen die Frachträume geplündert und die Besatzungsmitglieder misshandelt werden. Andere Piraten lassen Schiffe und Besatzungen nach einer Lösegeldzahlung frei.

Im vergangenen Jahr erfolgten sieben von weltweit 16 Angriffen, bei denen geschossen wurde, auf Schiffe im Golf von Guinea. Bei zehn Geiselnahmen in nigerianischen Gewässern wurden 65 Menschen als Geisel genommen.

jme/AFP



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