Menschenhandel in Nigeria Polizei befreit zwölf Frauen aus "Baby-Fabrik"
Die Polizei in Nigeria hat zwölf junge Frauen aus einer sogenannten Baby-Fabrik befreit. Sechs der Frauen waren den Ermittlern zufolge schwanger.
Die Frauen im Alter von 20 bis 25 Jahren hätten angegeben, zum ungeschützten Sex mit Männern gezwungen worden zu sein, teilte ein Polizeisprecher im südwestlichen Bundesstaat Ogun mit. Die Kinder seien dann verkauft worden.
Nach Angaben des Sprechers wurden der Inhaber der illegalen Einrichtung sowie zwei Männer, mit denen die Insassinnen Sex haben mussten, festgenommen. Die Polizei habe einen Tipp von einer geflohenen Insassin erhalten.
Derartige "Baby-Fabriken" sind in Nigeria keine Seltenheit, wie viele es gibt, ist allerdings unklar. "Weil sie im Untergrund tätig sind, ist eine Schätzung ihrer Zahl sehr schwierig", sagte Arinze Orakwue von der Nationalen Agentur für das Verbot von Menschenhandel kürzlich der Deutschen Presse-Agentur. Erst in der vergangenen Woche hatte die Polizei in Port Harcourt 24 Neugeborene und vier Frauen befreit.
Jungen werden in der Regel für 500.000 Naira (ungefähr 1210 Euro) an kinderlose Paare verkauft, Mädchen für 300.000 Naira (ungefähr 725 Euro).