Unfall in Nordrhein-Westfalen Achtjähriger kracht in Lkw - Polizei erwischt Kind zum zweiten Mal am Steuer

Er fuhr angeblich Tempo 180: Zum zweiten Mal in einer Woche wurde ein Junge aus Soest auf der Autobahn erwischt. Die Polizei nannte die Aktion "mordsgefährlich".

DPA / Patrick Seeger

Ein Achtjähriger hat mit einem VW Golf in Nordrhein-Westfalen einen Unfall gebaut. Laut Polizei rammte er auf einer Raststätte bei Dortmund einen Lkw. Der Junge blieb unverletzt - aber er wurde nicht zum ersten Mal von der Polizei erwischt.

Der Achtjährige fuhr den Angaben zufolge gegen Donnerstag um Mitternacht mit dem Wagen seiner Mutter in Soest los. Gegen 0.30 Uhr habe ein Zeuge ein schnell fahrendes Auto in der Dortmunder Innenstadt gemeldet. Der Fahrer missachte rote Ampeln - und sei ein Kind.

Die Polizei fahndete daraufhin nach dem Jungen. Er sei dann auf die A1 Richtung Dortmund gefahren - eigenen Angaben zufolge mit bis zu 180 Kilometern pro Stunde. Auf Höhe einer Raststätte im Stadtteil Lichtendorf verließ er laut Polizei die Autobahn und prallte gegen den Anhänger eines parkenden Lastwagens. Der Wagen wurde schwer beschädigt.

Um halb eins losgefahren

Bereits am Mittwoch war das Kind auf der Autobahn unterwegs. Die Mutter des Jungen hatte gegen halb eins in der Nacht gemeldet, ihr Sohn sei mit ihrem Automatik-Wagen davongefahren.

Nach der ersten Tour hatte die Polizei der Familie einen Besuch abgestattet. "Offenbar wurde der Sinn dieser Gefährderansprache nicht ernst genommen", heißt es in der Polizeimeldung.

Das Kind sei nun in psychologischer Betreuung. Die Polizei schrieb in ihrer Meldung, es handle sich nicht um ein lustiges Abenteuer, sondern eine "mordsgefährliche und mit vielen Schutzengeln begleitete Aktion".

jpz/dpa

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