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27. Oktober 2016, 18:19 Uhr

Nordrhein-Westfalen

Zahl der Geldautomaten-Sprengungen hat sich verdoppelt

Kriminelle sprengen immer häufiger Geldautomaten in die Luft - vor allem an der deutsch-niederländischen Grenze. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Aufklärungsquote seit dem vergangenen Jahr halbiert.

In Nordrhein-Westfalen sind seit Januar fast doppelt so viele Geldautomaten gesprengt worden wie im gesamten vergangenen Jahr. Während es 2015 insgesamt 67 Fälle waren, jagten Kriminelle bis zum 20. Oktober 110 Geldautomaten in die Luft. Dabei hat sich die Aufklärungsquote von 52 auf 25 Prozent mehr als halbiert. Das geht aus einem Bericht des NRW-Innenministeriums an den Düsseldorfer Landtag hervor.

Nach Erkenntnissen des Landeskriminalamts stammen die Täter überwiegend aus den Niederlanden. Einen deutlichen Rüffel erteilte NRW-Innenminister Ralf Jäger der Bankbranche. Während die Geldautomaten in den Benelux-Ländern so gesichert worden seien, dass sich das Risiko dort für Gangster nicht mehr lohne, sei die Einsicht in notwendige Umrüstungen in NRW unterentwickelt.

Offenbar sei der Schaden noch nicht so groß wie die Investitionskosten, sagte der SPD-Politiker. Bei der Kalkulation dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Menschen zu Schaden kommen könnten, wenn Verbrecher mit brachialer Gewalt mit dem Auto in Schalterhallen fahren und Sprengungen vornehmen, mahnte der Minister. "Das ist der moderne Banküberfall."

mxw/dpa

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