Nach schwerem Unfall auf A1 Polizei ermittelt gegen 34 mutmaßliche Gaffer

Ein Lkw-Fahrer musste nach einem Unfall auf der A1 bei Hagen mit lebensgefährlichen Verletzungen behandelt werden. Für Unmut bei der Polizei sorgten Schaulustige, die sich auch von Sichtschutzwänden nicht aufhalten ließen.
Ein Rettungshubschrauber im Einsatz (Symbolbild)

Ein Rettungshubschrauber im Einsatz (Symbolbild)

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Julian Stratenschulte / dpa

Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 1 bei Hagen in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei Ermittlungen gegen 34 mutmaßliche Gaffer aufgenommen. Das teilte die Dortmunder Polizei mit . Den Angaben zufolge leitete die Polizei überwiegend Verfahren »wegen der Benutzung elektronischer Geräte« ein. Den mutmaßlichen Gaffern drohten Bußgelder oder Strafverfahren.

Bei dem Unfall mit drei Lastwagen wurde am Dienstag ein 64-Jähriger im Führerhaus eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er an der Unfallstelle reanimiert werden musste, wie die Polizei mitteilte. Der Mann schwebt demnach in Lebensgefahr. Auch ein Rettungshubschrauber sei am Unfallort gelandet.

Trotz aufgestellter Sichtschutzwände habe es zahlreiche Schaulustige an den Unfallort gezogen. Die Polizei appellierte in der Mitteilung, sich auf das eigene Fahrzeug und die Fahrspur zu konzentrieren. »Verkehrsteilnehmer, die auch noch völlig unangemessen mit Geräten den Unfallort und mögliche Verletzte filmen, werden durch die Dortmunder Polizei konsequent ermittelt«, hieß es.

hba/AFP