Verschwundene Millionärsfrau "Es wird klar gesagt, dass Anne-Elisabeth Hagen am Leben ist"

Seit über neun Monaten fehlt jedes Lebenszeichen der norwegischen Millionärsfrau Anne-Elisabeth Hagen. Polizisten gingen bereits vom Tod der 69-Jährigen aus. Die Familie hofft nun wieder auf ihr Überleben.

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Die Familie der verschwundenen norwegischen Millionärsfrau Anne-Elisabeth Hagen gibt die Hoffnung nicht auf, dass die Frau entgegen der Vermutungen der Polizei noch lebt. Man habe vor Kurzem erneut und auf Norwegisch mit den mutmaßlichen Entführern kommuniziert, sagte Familienanwalt Svein Holden in Oslo.

"Es wird klar gesagt, dass Anne-Elisabeth Hagen am Leben ist. Aber wir haben keinen Beweis dafür bekommen, dass das stimmt." Am 8. Juli habe man jedoch Informationen erhalten, die nur Personen haben könnten, die für ihr Verschwinden verantwortlich seien.

Hagen war am 31. Oktober 2018 aus ihrem Familienhaus in Lørenskog bei Oslo verschwunden. Seit über neun Monaten fehlt jedes Lebenszeichen von der Frau des Investors Tom Hagen, der zu den 200 reichsten Menschen Norwegens zählt.

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Polizei hat keinen Hinweis auf ihren Tod

Die Ermittler waren Anfang 2019 mit dem Fall an die Öffentlichkeit gegangen. Sie hatten berichtet, dass ein Schreiben mit einer Lösegeldforderung in dem Haus gefunden worden sei.

Ende Juni gaben sie bekannt, dass man nun der Theorie nachgehe, dass die 69-Jährige nicht wie bislang angenommen entführt, sondern vermutlich getötet und die Entführung nur vorgetäuscht worden sei.

Bei diesem Standpunkt blieb Polizeisprecher Tommy Brøske auch nach den neusten Erkenntnissen. Man wünsche sich zwar nichts sehnlicher, als dass Frau Hagen lebe, sagte er auf einer eigenen Pressekonferenz in Lillestrøm. Weil es aber weiter keinen Lebensbeweis gebe, betrachte es die Polizei als wenig wahrscheinlich, dass die Frau am Leben sei. Einen Hinweis auf ihren Tod gebe es aber auch nicht.

bam/dpa



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