Norwegen Krankenwagendieb handelte wohl spontan

Ein Mann hatte in Oslo einen Krankenwagen gestohlen und mehrere Menschen angefahren. Nun hat der Anwalt des Verdächtigen ein rechtsextremes Motiv für die Tat ausgeschlossen.

Krankenwagen am Tatort in Oslo: Tatverdächtiger hatte wohl kein rechtsextremes Motiv
Stian Lysberg Solum/NTB scanpix/AP

Krankenwagen am Tatort in Oslo: Tatverdächtiger hatte wohl kein rechtsextremes Motiv


Der Mann, der in Oslo mit einem gestohlenen Krankenwagen mehrere Menschen anfuhr, hatte laut Angaben seines Anwalts kein rechtsextremes Motiv. "Er hat keine rechtsextremen Verbindungen oder Haltungen. Ich weise solche Anschuldigungen entschieden zurück", sagte Bergøy Pedersen, der Anwalt des mutmaßlichen Täters.

Auch der norwegische Sicherheitsdienst PST teilte mit, keine Hinweise auf eine Terrortat zu haben. Der 32-Jährige war am Dienstag gefasst worden, nachdem er an einem Unfallort einen Krankenwagen gestohlen und auf der Flucht vor der Polizei Passanten angefahren hatte. Zwei Babys waren dabei leicht verletzt worden. Dem Mann wird versuchter Mord vorgeworfen.

Offenbar hatte der Tatverdächtige den Krankenwagen gestohlen, nachdem er selbst in einen Autounfall verwickelt gewesen war. Anwalt Bergøy Pedersen sagte, sein Mandant habe vermutlich spontan gehandelt, nachdem er mit einem Wagen verunglückt war und die Sanitäter anrückten.

In dem Krankenwagen waren später zwei Waffen und eine große Menge Drogen gefunden worden. Der 32-jährige Norweger war bereits wegen anderer Delikte polizeibekannt. Nach Angaben des "Aftenposten" wurde er zuvor unter anderem wegen Diebstahls, Drohungen, Waffengebrauchs und Drogenbesitzes verurteilt.

Nach der Fahrt war auch nach einer Frau gefahndet worden, die berauscht gewirkt habe. Die 25-Jährige werde verdächtigt, mit den Waffen in dem Fall zu tun gehabt zu haben, sagte die Sprecherin. Die Norwegerin sei auch polizeibekannt und wurde ebenfalls festgenommen.

Sie habe aber eingeräumt, in den Unfall verwickelt gewesen zu sein. Ihr wird Waffenbesitz vorgeworfen. Die beiden Verdächtigen sollen am Mittwoch angehört werden.

fek/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.