Verschwundene Norwegerin Polizei vermutet Tod von Millionärsfrau

Wendung im Fall Anne-Elisabeth Falkevik Hagen: Die Frau eines reichen norwegischen Investors verschwand vor acht Monaten. Bislang ging die Polizei von einer Entführung aus - jetzt verfolgt sie eine andere Theorie.

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Die Frau von einem der reichsten Norweger wurde möglicherweise getötet. Anne-Elisabeth Falkevik Hagen verschwand vor acht Monaten, bisher war die Polizei von einer Entführung ausgegangen. Nun haben die Ermittler bekanntgeben: Die 69-Jährige wurde wohl umgebracht. Man könne nicht ausschließen, dass die Entführung zur Verschleierung der Tat vorgetäuscht worden sei.

Hagen gilt seit dem 31. Oktober als verschwunden. Die mutmaßlichen Entführer hinterließen eine Lösegeldforderung in ihrem Haus in Oslo. Sie forderten neun Millionen Euro in einer Kryptowährung - andernfalls werde Hagen getötet.

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Entführte Frau eines Investors: Der Fall Falkevik Hagen

Der leitende Ermittler Tommy Broeske sagte auf einer Pressekonferenz, man habe die "Haupthypothese" geändert. Die Entführer hätten keinen Beweis dafür erbracht, dass Hagen noch am Leben sei. Außerdem habe es länger keinen Kontakt mit den vermeintlichen Kidnappern gegeben. Sie hätten Nachrichten über eine digitale Plattform versendet, auf die man nicht habe antworten können.

Broeske sagte, für einen Mord habe man bisher kein Motiv gefunden. Ob es bereits Festnahmen gab, sagte er nicht.

Anne-Elisabeth Falkevik Hagen ist die Ehefrau von Tom Hagen. Der Investor gilt als einer der reichsten Männer des Landes. Er ist im Immobiliensektor tätig und hält laut norwegischen Medienberichten 70 Prozent an dem Energieunternehmen Elkraft, das er 1992 mitbegründete.

jpz/AP



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