New Yorker Gericht Generalstaatsanwältin scheitert an Zerschlagung der Waffenlobby NRA

Ein Gericht in New York blockt eine Auflösung der Waffenlobby NRA ab. Das Verfahren gegen den Chef der Organisation läuft jedoch weiter.
Logo der National Rifle Association: Mächtige Waffenlobby

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Foto: DOMINICK REUTER / AFP

Ein US-Richter hat die Auflösung der mächtigen US-Waffenlobby NRA abgelehnt. Gegen den NRA-Chef Wayne LaPierre vorliegende Veruntreuungsvorwürfe reichten nicht aus, um eine Auflösung der Organisation zu rechtfertigen, entschied das Oberste Gericht von New York am Mittwoch (Ortszeit). Das Verfahren gegen LaPierre selbst und drei weitere Führungskräfte läuft jedoch weiter.

Sollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bewahrheiten, zeichneten sie ein Bild von »Gier, Selbstbedienung und laxer Finanzkontrollen auf höchster Ebene der National Rifle Association«, so der Richter in seiner 42-seitigen Entscheidung.

Schwere Vorwürfe gegen NRA-Chef

Die Generalstaatsanwältin des Bundesstaats New York, Letitia James, wirft LaPierre und den weiteren hochrangigen NRA-Vertretern vor, Mitgliedsbeiträge und Spenden für persönliche Ausgaben veruntreut zu haben. Unter anderem soll LaPierre auf NRA-Kosten mehrfach mit seiner Familie zu Luxus-Urlauben auf die Bahamas geflogen sein. James hatte die Auflösung der Lobbyorganisation beantragt und fordert zudem Geldstrafen.

Die Lobbyorganisation stellt sich seit Jahrzehnten rigoros gegen jegliche Einschränkungen des Verkaufs und privaten Besitzes von Waffen. Die Organisation verschafft sich ihren großen Einfluss auch dadurch, dass sie – überwiegend republikanische – Politiker materiell unterstützt.

bbr/AFP